Cool bleiben auch wenn alle vom Crash reden

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Beinahe jeder Anleger fürchtet den Crash. Nur Leerverkäufer und andere Spekulanten auf fallende Kurse hoffen auf ihn. Umso erstaunlicher, dass es Crash-Bücher mit besonders angsteinflößenden Titeln immer wieder auf die Bestsellerlisten schaffen. Der Mainzer ­Finanzstratege Antonio Sommese und der Finanzjour­nalist Michael Brückner gehen diesem Phänomen auf den Grund – und zeigen vor allem, wie man sich mit einem Allwetter­depot optimal absichert. Der  Titel ihres neuen Buches ist Programm: „Alle reden vom Crash. Bleiben Sie cool!“

Die bizarre Angstlust und der Crash

Manchem läuft ein wohliger Schauer über den Rücken, wenn er in Büchern mit den fast schon apokalyptisch anmutenden Titeln „Megacrash“, „Der ultimative Crash“ oder „Systemcrash“ stöbert. Viele Crashpropheten verdienen mit solchen Untergangsprognosen viel Geld. Aber warum geben Hunderttausende von Lesern dieses Geld aus, um gleichsam in ein Finanz-Armageddon einzutauchen? Der Grund ist eine bizarre Angstlust, im Englischen als Thrill bezeichnet. Manche hoffen auch insgeheim, ein Crash träfe nur die „Reichen“, die „Eliten“. Falsch gedacht, ein Crash trifft direkt oder indirekt alle. Angstlust ist vor allem deshalb fatal, weil Anleger dann häufig falsche Entscheidungen treffen.

Kleine Crash-Historie

„Eine Börse ohne Krise ist wie ein Christen­tum ohne Hölle“, sagte einmal der amerikanische Ex-Astronaut Frank Borman. Und in der Tat: In der Geschichte mussten Anleger immer mal wieder durch diese „Hölle“. Vom niederländischen Tulpencrash im 17. Jahrhundert über die „Große Depression“ infolge des Schwarzen Freitags und das Platzen der Internetblase bis hin zum blitzartigen Corona-Crash. Aber die Finanzgeschichte lehrt auch etwas Beruhigendes: Nach jedem Crash erreichten die führenden internationalen Börsen neue Höchststände.

Die Geschäftsmodelle der ­Crashpropheten Wie praktisch – die meisten

Crashpropheten liefern nicht nur erschütternde Prognosen über den angeblich unabwendbaren Finanzkollaps, sondern auch gleich die Lösung. Zum Beispiel in Form von eigenen Fonds. Wie es um deren tatsächliche Performance bestellt ist, beleuchten Antonio Sommese und Michael Brückner in ihrer Neuerscheinung.

Den gesamten Artikel „Cool bleiben auch wenn alle vom Crash reden“ finden Sie in der aktuellen Ausgabe vom Sachwert ePaper Nr. 98 -> LINK