Von Claus Vogt Weltwirtschaftskrise beflügelt die Börse Weltweit kommen aus der Realwirtschaft Meldungen, die problemlos den Vergleich mit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre zulassen. Während die Rentenmärkte von den Zentralbanken übernommen und als freie Märkte de facto abgeschafft wurden, steigen an den Aktienbörsen die Kurse. Der NASDAQ 100 Index hat schon fast wieder sein Hoch vom Februar dieses Jahres erreicht und befindet sich seit Anfang des Jahres sogar wieder im Plus. Der Dax ist von seinem Allzeithoch zwar noch 15% entfernt. Nach den herben Verlusten im März wird Ihnen das aber in der Börsenberichterstattung als großer Erfolg verkauft. Treffen…
Autor: Sachwert-Redaktion
Juri Angermann erschließt den Immobilienmarkt auch für Menschen mit kleinem Gehalt. Erst vor zwei Jahren in Ettenheim gegründet, setzte seine Immobilienvermittlung im zweiten Jahr neun Millionen Euro um. „Immobilien als Kapitalanlage waren lange Zeit nur Großverdienern und Spekulanten vorbehalten. Dieses Klischee hält sich noch immer in den Köpfen vieler Normalverdiener,“ so Juri Angermann. Seine erste Immobilie, als Wohneigentum, legte er sich schon früh, während seiner Ausbildung bei der Bank zu. Nur ein Jahr später folgte die zweite als Kapitalanlage, die er vermietete. Als Versicherungsmakler vermittelte er auch Immobilien an seine Kunden. „Irgendwann habe ich verstanden, dass ich mich auf ein…
Der chinesische Staatskonzern Cosco beabsichtigt, Piräus zum führenden Umschlagplatz für den Asien-Handel und für Kreuzfahrten zu machen. Der Umschlag des Hafens hat sich in der Krise bislang nicht verringert und soll sogar verdoppelt werden. In den ersten drei Monaten des Jahres ist der Umschlag noch gewachsen und im April und Mai stabil auf dem Vorjahresniveau geblieben. Seit 2019 ist Piräus der größte Containerhafen im Mittelmeer: Mit 5,65 Millionen TEU (Äquivalent eines 20-Fuß-Containers) hat er Valencia mit 5,44 TEU knapp übertroffen. In einigen Jahren schon könnte Piräus der viertgrößte Hafen Europas sein, hinter Rotterdam, Antwerpen und Hamburg, denn die bereits bestehende…
Auch der Immobilien- und Bausektor bleibt nicht unbeeindruckt von der Covid-Pandemie. Allerdings ist die Stimmung dort noch besser als in vielen anderen Branchen. Die Delle, die Corona in die Immobilienwirtschaft schlägt, wird eher u-förmig verlaufen. Mit acht Prozent wird der größte Rückgang der Branche bei Gewerbe- und Bürogebäuden bis 2024 erwartet. Durch Mietausfälle drohen den Vermietern teilweise 20 Prozent weniger Einnahmen eher abschreckend für potenzielle Investoren. Christian Federspieler, Hypovereinsbank, erwartet einen Rückgang der Verkaufspreise von Büro- und Gewerbeimmobilien um 12 bis 15 Prozent. Hier gibt es größere Unsicherheiten, denn mit den unklaren wirtschaftlichen Aussichten könnten auch vermehrt Gewerbeimmobilien zum Verkauf…
US-Unternehmen verschulden sich weiter. In der schweren Krise brauchen alle amerikanischen Unternehmen Kredite und auch „Zombiefirmen“ bekommen sie. Dafür hat die US-Notenbank mit einem Programm zum Anleihenkauf beigetragen. Die Federal Reserve hat 750 Milliarden US-Dollar für den Anleihenkauf eingeplant. Durch den Kauf von Indexfonds flutete sie Wirtschaft letzte Woche mit 305 Millionen Dollar. Für den Markt für Anleihen hatte das Signal die beabsichtigte Wirkung: Alle großen und kleinen US-Unternehmen konnten ihre Kassen durch Kredite auffüllen und bleiben liquide. Boeing vergab Anleihen mit 40-jähriger Laufzeit in Höhe von 25 Milliarden Dollar an private Investoren. Auch GM, Disney Nike oder Visa haben…
Mit einem 37.000 km langen Unterseekabel will Facebook 23 Länder in Afrika, Europa und dem Nahen Osten – Oman und Saudi Arabien – miteinander verbinden. An dem gigantischen Projekt namens „2Africa“ sind ‚China Mobile‘, MTN aus Südafrika, Orange aus Frankreich sowie das Britische Vodafone beteiligt. Das Kabel soll spätestens 2024 in Betrieb gehen. Mit ihm sollen die Verbindungsstabilität erhöht und die Kapazitäten ausgebaut werden. Facebooks Versuche, mit Drohnen oder Satelliten auch entlegene Gebiete mit Internet zu versorgen, waren der FAZ zu folge bislang nicht erfolgreich. Auch Google arbeitet an der Erschließung des schwarzen Kontinents. Die Tochter des Hauses Alphabet beabsichtigt,…
Eine Frage, die immer häufiger gestellt wird: Wie wird es in der Corona-Krise weitergehen – werden wir das Virus unter Kontrolle bringen und wenn ja, wie viele Opfer werden wir dafür erbringen müssen? Werden das Abstandhalten, der Verzicht auf das Händeschütteln, begrenzte Plätze in Restaurants und Fußballspiele vor leeren Rängen die „neue Normalität“, an die wir uns so schnell wie möglich gewöhnen sollten oder ist es nur eine Momentaufnahme und im Winter sieht alles wieder so aus wie im Jahr 2019? Doch es geht nicht nur um das alltägliche Leben. Es geht auch darum, dass Länderchefs vor ausgesprochen schwierigen Entscheidungen…
Den USA könnte eine neue Welle von Zwangsversteigerungen und der nächste Immobiliencrash drohen: Über vier Millionen Amerikaner können derzeit ihre Hypothek nicht mehr bedienen und haben Stundungen bei ihren Gläubigern beantragt. Landesweit beträfe das über acht Prozent aller Hypotheken, berichtet ‚marketwatch‘. Bei Hypotheken, die durch staatliche Programme für weniger solvente Personen gefördert werden, liegt die Quote derzeit sogar bei elf Prozent. Die staatlichen Notprogramme zur Überwindung der neuen Corona-Krise erlauben den Kunden der geförderten Hypotheken eine Stundung von bis zu zwölf Monaten. Die Ökonomen von ‚Oxford Economics‘ halten sogar bis zu 15 Prozent für wahrscheinlich. Zum Vergleich: In der Finanzkrise…
In einem Interview mit der CBS hat Jerome Powell, einer der Vorstände der Federal Reserve Bank, für eine Ausweitung der Staatshilfen angemahnt. Er rief die Amerikaner direkt auf, die Hygienevorschriften einzuhalten und schlug den Gesetzgebern vor, mehr Geld für staatliche Hilfen einzuplanen. Den üblichen Rahmen der Kommentare der Notenbänker hat er damit deutlich verlassen. Ob das Wiederanlaufen der Wirtschaft erfolgreich sein wird, hänge von der zukünftigen Entwicklung der Pandemie ab, sagte Powell. Wenn es keine zweite Infektionswelle gebe, könne es schon sehr bald eine wirtschaftliche Erholung geben. Voraussetzung sei allerdings, dass man vorsichtig mit Lockerungen der Restriktionen bleibe und die Menschen…
DAX-Unternehmen investierten ca. 317 Milliarden Euro in Goodwill (zu Deutsch ‚Hoffnungswerte‘). Dabei ist die Summe solcher Investitionen teilweise sogar größer als das Eigenkapital der Konzerne. Steigert sich der Wert der übernommenen Unternehmen nicht wie projiziert, gefährdet das die Käufer. Jetzt in der Krise kann das zum Problem werden. Die 30 Unternehmen hätten Beteiligungen an solchen Firmen gekauft, denen zukünftige positive Wertentwicklung unterstellt wurde. Dabei überschreitet der tatsächliche Wert der Anteile den tatsächlichen Gegenwert der Firma. Noch niemals zu vor in der Geschichte sei eine so große Summe in ‚Goodwill‘ festgelegt worden, schreibt das Handelsblatt. Doch das Kalkül, das zum Beispiel…