Die zweite und dritte Lesung des geplanten Heizungsgesetzes darf in dieser Sitzungswoche nicht mehr durchgeführt werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Es gab damit dem Eilantrag von Thomas Heilmann (CDU) statt. Dieser hatte geklagt, da er sich in seinen Rechten als Abgeordneter erheblich verletzt sah. Um sich über den Sachverhalt ausgiebig zu informieren, bliebe ihm zu wenig Zeit, so seine Argumentation. Abgeordnete bräuchten Zeit, sowohl, um sich zu informieren als auch, um diese Informationen zu verarbeiten, erklärten die Richter in Karlsruhe. Durch den Eilantrag ist ein Beschluss im Bundestag noch vor der Sommerpause wohl ausgeschlossen. Laut des Gerichts sei es…
Autor: Sachwert-Redaktion
»Hohe Baukosten und Zinsen machen es Familien inzwischen fast unmöglich, Eigentum zu erwerben«, twitterte Finanzminister Christian Lindner (FDP) kürzlich. Wie aus verschiedenen Medienberichten, unter anderem einem Bericht der »Frankfurter Allgemeine« (FAZ) hervorgeht, prüfen derzeit die Finanzministerien von Bund und Ländern, ob ein privater Immobilienerwerb mit Selbstnutzung bald finanziell besser gestellt werden könnte. Dies sehe etwa ein Diskussionsentwurf des Finanzministeriums, das der »FAZ« vorliegt, einen Spielraum in der Höhe der Grunderwerbsteuer vor; sie könnte wohl auch ganz entfallen. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass sich Immobiliengesellschaften weiterhin Steuererleichterungen verschaffen können. Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache. Dementsprechend fällt auch die Höhe dieser Steuer unterschiedlich…
China erschwert den Export von wichtigen Rohstoffen, die für die Chipherstellung nötig sind. Laut eines Berichts des Onlinemagazins des »Spiegel« unter Berufung auf das Handelsministeriums in Peking müssen Unternehmen ab 1. August für die Ausfuhr von Gallium- und Germanium-Produkten eine Lizenz beantragen. Damit sollten die strategischen Interessen und die Sicherheit der Volksrepublik gewahrt werden, heiße es aus dem Ministerium. Bundeskanzler Olaf Scholz sagte dem Bericht zufolge, die Bundesregierung beobachte »die Entwicklung sehr genau«. Es handele sich bei der Entscheidung der Regierung in Peking bislang allerdings um ein »rechtliches Regime« und nicht um eine Exportbeschränkung. Ob eine solche Beschränkung folgen werde,…
Im Mai 2023 hatten Exporte aus Deutschland einen Rückgang zu verzeichnen. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes hervor. Es handelt sich dabei um saisonbereinigte Daten. Demzufolge sanken die Exporte im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent – also auf 130,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres ist sogar ein Rückgang von 0,7 Prozent zu verzeichnen. Der Nachrichtenagentur »Reuters« zufolge hätten Ökonomen zuvor mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Aus Expertenkreisen wird dies als ein Zeichen gewertet, dass die Rezession noch einige Zeit spürbar bleiben wird. »Damit erhärtet sich (…) der Verdacht, dass aus einer konjunkturellen…
Benjamin Mudlacks kritischer Blick auf den neuen »Warenkorb« Ende Februar wartete das Statistische Bundesamt mit einer Sensationsmeldung auf – in Form einer Art Beruhigungspille für die Bevölkerung. Das Internetportal »Deutsche Wirtschaftsnachrichten« titelte in diesem Zusammenhang am 22. Februar 2023 wie folgt: »Neuer Warenkorb: Inflation sinkt deutlich!« Also haben die Kritiker der lockeren Geldpolitik wieder einmal übertrieben, alles ist gar nicht so schlimm und die Institutionen haben die Lage im Griff? Interessant wird es dann, wenn man sich einmal die Mühe macht und sich die Entwicklung der Berechnungsmethode des Statistischen Bundesamtes ansieht. Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe wurden 2020…
Alljährlich ermittelt die Boston Consulting Group mit ihrem Global Wealth Report den globale Reichtum. Die Ergebnisse für das Jahr 2022 fallen verhalten aus: Denn erstmals nach fast 15 Jahren hat sich das globale Finanzvermögen reduziert. Machte es im Vorjahr noch 264 Billionen US-Dollar aus, waren es nach der jüngsten Erhebung nur noch 255 Billionen. Die Ursachen hierfür seien vor allem die gestiegenen Zinsen und ein volatiles makroökonomisches Umfeld, sagte der Co-Autor der Studie, Michael Kahlich. Da aber die Sachwerte leicht gestiegen sind, hat das weltweite Gesamtvermögen aber leicht, nämlich um 0,3 Prozent, zugelegt. Deutschland belegt im Hinblick auf das Vermögensranking…
Lange Zeit galten Immobilien als eine inflationsgeschützte Kapitalanlage; als sogenanntes »Betongold«. Doch jetzt scheinen die hohen Baukosten und die Unsicherheiten bezüglich der geopolitischen Lage auf die Preisentwicklung zu drücken. Das berichtet das »ZDF« auf seinem Online-Portal unter Berufung auf eine Untersuchung des statistischen Bundesamts. Demzufolge haben Immobilien im ersten Quartal des Jahres 2023 einen Preisrückgang von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu verzeichnen – ein ähnlich großes Nachlassen der Immobilienpreise gab es zuletzt im Jahr 2000. In den Städten war das Sinken der Preise noch deutlicher als auf dem Land: In großen Städten wie Berlin, Hamburg oder München gingen…
Gold und Rohstoffe im Verhältnis zu Aktien extrem unterbewertet Wie bereits prognostiziert, befindet sich die deutsche Wirtschaft nun in einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2023 um 0,3 Prozent gefallen, nachdem es im 4. Quartal 2022 bereits um 0,5 Prozent zurückgegangen war. Unseren Prognosemodellen zufolge hat inzwischen auch in den USA die Rezession begonnen. Eine offizielle Bestätigung durch das National Bureau of Economic Research wird es aber wie üblich erst viele Monate später geben. Die Aktienmärkte haben sich von dieser Entwicklung bisher kaum beeindrucken lassen. Der DAX hat sogar seine Höchstkurse des Jahres 2021 wieder erreicht. Die US-Indizes zeigen allerdings ein sehr differenziertes Bild. Während der NASDAQ 100 seit seinem Tief im Oktober 2022 deutlich gestiegen ist,…
Die derzeitigen Herausforderungen des Immobilienmarktes haben Auswirkungen auf die Arbeitsweise von Maklerbüros – das geht jedenfalls aus einer Umfrage der Research-Boutique »Listenchampion« hervor, an der 2906 Maklerbüros teilnahmen. Einer Pressemitteilung zufolge hätten demnach 67 Prozent der Befragten angegeben, dass Immobilienmakler angesichts der derzeitigen Situation neue Methoden und Arbeitsweisen in ihren beruflichen Alltag integrierten. Dazu zählten etwa der Einsatz von Social Media und andere Maßnahmen wie etwa die Schaltung von Suchmaschinenwerbung.Auch ein verstärkter Kooperationswillen mit anderen Maklern sei erkennbar, zudem gäbe es eine größere Nutzung von Off Market Plattformen. In der Pressemitteilung interpretiert »Listenchampion« diese Maßnahmen als eine krisenbedingt erhöhte Innovationsbereitschaft…
Während Deutschlands Bürger und Unternehmer unter den Sanktionen und den damit verbundenen hohen Energiepreisen ächzen, schlagen Unternehmen aus dem zweitgrößten Nettoempfängerland Griechenland massiv Profit aus der gegenwärtigen Situation. Bekanntermaßen beteiligt sich der Großteil der Weltbevölkerung nicht an den Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Gegenwärtig leben 80 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern, die sich nicht an den westlichen Sanktionen gegen Russland beteiligen. Weder China, Indien, Brasilien, Südafrika, Indonesien, Mexiko oder Pakistan noch das NATO-Land Türkei beteiligen sich. Diese Länder verzichten im Gegensatz zum Westen nicht auf die billige russische Energie in Form von Gas und Öl und haben folgendermaßen einen Wettbewerbsvorteil beispielsweise gegenüber…