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    Mieten in Deutshcland: Der Preisauftrieb lässt nach
    Bild: Depositphotos / fizkes

    Mieten in Deutschland: Der Preisauftrieb lässt nach

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    By Sachwert-Redaktion on 22. Juli 2025 Immobilien

    Die Preise für Angebotsmieten in deutschen Städten sind im zweiten Quartal dieses Jahres nur noch leicht gestiegen: Der Zuwachs lag sogar unterhalb der allgemeinen Teuerungsrate. Zugleich sank die Dauer, für die Wohnungsinserate online sind, deutlich – was für eine sehr hohe Nachfrage und schnelle Neuvermietungen spricht. Das zeigt das jüngste Update des vom Kiel Institut für Weltwirtschaft veröffentlichten GREIX-Mietpreisindex. Dabei werden die Angebotsmietpreise für Wohnungen auf Basis der VALUE Marktdatenbank in 20 deutschen Städten und Regionen ausgewertet.

    Im Vergleich zum Vorquartal verteuerten sich die Angebotsmieten für Wohnungen um 0,7 Prozent. Inflationsbereinigt, also gemessen in aktueller Kaufkraft, sanken die Preise für Angebotsmieten sogar leicht, um 0,2 Prozent.

    »Im Vergleich zum Jahr 2024 und zum Jahresstart 2025, als die Mietpreise äußerst stark anzogen, verläuft die Preisentwicklung aktuell deutlich moderater«, sagt Jonas Zdrzalek, Immobilienmarktexperte am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel).

    Im Vorjahresvergleich (Q2/2025 zu Q2/2024) sind die Mietpreise nominal um 3,4 Prozent gestiegen, inflationsbereinigt um 1,3 Prozent, was die starke Preisdynamik des letzten Jahres und zum Jahresanfang widerspiegelt.

    Steigende Mieten vor allem in den Großstädten

    In den acht größten deutschen Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart) wurde es fast durchweg teurer, eine Wohnung zu mieten.

    Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Mieten am stärksten in Düsseldorf (+1,5 Prozent) und Hamburg (+1,3 Prozent). In Berlin (+0,7 Prozent), Leipzig und München (jeweils +0,3 Prozent) sind eher moderate Anstiege zu verzeichnen. In Stuttgart (+0,2 Prozent), Köln (+0,1 Prozent) und Frankfurt a.M. (‑0,2 Prozent) blieben die Angebotsmieten praktisch unverändert.

    Das aktuelle Mietpreisniveau in Deutschlands acht größten Städten zeigt eine große Spanne. Am teuersten war die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter in München (22,82 Euro/pro Quadratmeter), gefolgt von Frankfurt a.M. (17,32 Euro/pro Quadratmeter). Die Kaltmieten lagen in Stuttgart (15,99 Euro/pro Quadratmeter), Berlin (15,62 Euro/pro Quadratmeter), Hamburg (15,58 Euro/pro Quadratmeter) und Köln (15,10 Euro/pro Quadratmeter) fast gleichauf, gefolgt von Düsseldorf (14,25 Euro/pro Quadratmeter). Ausreißer nach unten ist Leipzig (10,10 Euro/pro Quadratmeter).

    Besonders kräftig stiegen die Mieten in der Universitätsstadt Münster (3,5 Prozent, 13,87 Euro/pro Quadratmeter). Außerdem lagen alle erfassten ostdeutschen Städte im Plus, bei vergleichsweise moderatem Quadratmeterpreis: Erfurt (+1,3 Prozent, 9,43 Euro/pro Quadratmeter), Dresden (+1,1 Prozent, 9,89 Euro/pro Quadratmeter) und Chemnitz (+1 Prozent, 6,15 Euro/pro Quadratmeter). Einzig in Karlsruhe gingen die Angebotsmieten mit -0,6 Prozent (13,35 Euro/pro Quadratmeter) leicht zurück.

    Vor allem in Berlin sind Wohnungen schnell wieder vom Markt

    Trotz der hohen Mietniveaus ist die Nachfrage nach Wohnungen sehr groß. Das zeigt die durchschnittliche Inseratsdauer, also die Zeitspanne, für die ein Wohnungsangebot online gestellt ist. In den vergangenen zehn Jahren ist die Dauer von 34 Tagen (2015) auf 23 Tage (2025) gesunken. Mehr als jede sechste Wohnung ist derzeit binnen zwei Tagen nicht mehr im Angebot. In Berlin ist es mittlerweile sogar jede 4. Wohnung.

    »Das zeigt: Der Bedarf an Wohnungen ist sehr hoch. Speziell in den Metropolen dürfte es für Wohnungssuchende schwierig sein, bei einem passenden Angebot zum Zuge zu kommen«, sagt Zdrzalek, »Das dämpft auch die Erwartungen an mögliche preissenkende Wirkungen der aktuellen Wohnungspolitik. Bis politische Maßnahmen wie etwa der Wohnungsbau-Turbo in dieser von sehr hoher Nachfrage geprägten Marktlage überhaupt bremsend auf die Preise wirken können, wird noch einige Zeit vergehen.«

    MK

    Quelle: Pressemitteilung

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