Hat jetzt die Deglobalisierung begonnen?

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Auch bei Logistik-Investments begünstigt Diversifizierung den Anlageerfolg

Seit gut 20 Jahren ist die Globalisierung der Wachstumsmotor unserer Weltwirtschaft schlechthin. Für die westlichen Industrienationen und erst recht für die Staaten der lange sogenannten Emerging Markets. Die weltweite Corona-Pandemie ist nunmehr jedoch der Trigger für unübersehbare Veränderungen. Was bedeutet dies für Investments allgemein und für Logistik-Investments im Besonderen?

Zweifellos hat eine international stark verzahnte und miteinander verwobene Wirtschaft vielfältige Vorteile. Stetige Verfügbarkeit von Waren, Produktion zu oft niedrigen Kosten und vielerorts ein zunehmender Wohlstand in den früheren sogenannten Entwicklungsländern. Zu den Nachteilen gehört zugleich, dass die globalen Finanzmärkte das Wohl und Wehe eines einzigen und zugleich potenten Mitspielers zu spüren bekommen. Unter Börsianern kursierte früher der Spruch, dass Europa gleich eine Lungenentzündung bekäme, sobald die USA nur einen leichten Schnupfen hätten. Heutzutage können Investoren die Weltmacht USA fast problemlos ersetzen durch die Volksrepublik China.

Doch seit dem Ausbruch von Corona hat sich einiges geändert. So gibt es unübersehbare Anzeichen, dass die weltweite Pandemie allmählich die einzelnen Wirtschaftsstandorte rund um den Globus wieder voneinander entkoppelt.

Das Investoren-Bonmot des Hustens und der Lungenentzündung ist durchaus berechtigt. Denn empirisch nachweisbar ist, dass es dank starker Marktverflechtungen, weitestreichender Globalisierung, zunehmend enger internationaler Zusammenarbeit, zu der auch Freihandelszonen gehören, zu spürbar steigenden Korrelationen an den Finanzmärkten kommt. Mit der Folge, dass der Nutzen einer breiten regionalen sowie auch Branchenstreuung geringer geworden ist. Noch vor Jahrzehnten ließen sich durch Diversifizierung Anlagerisiken spürbar reduzieren. Zwar ist dies auch heute noch so, doch – eben aufgrund der Globalisierung – weniger effizient als früher.

Renommierte Manager weltweit agierender Konzerne – etwa Siemens- Finanzvorstand Ralf Thomas – weisen zurecht darauf hin, dass sich die globalen Wirtschaftsräume als Folge der Corona- Pandemie bis auf Weiteres unterschiedlich entwickeln werden. Spannend ist in der Folge eine Antwort auf die Frage, ob dies Einfluss auf erfolgreiche Investmentangebote hat. Und falls ja, wie weitreichend und intensiv diese Folgen sind.

Den gesamten Artikel „Hat jetzt die Deglobalisierung begonnen?“, finden Sie in der aktuellen Ausgabe vom Sachwert ePaper Ausgabe 94 ->Link

 

Bildquelle: Depositphotos/jaesteohart, Solvium