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    Das Kasino der Währungsnominale auf Hochtouren 

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    By Sachwert-Redaktion on 20. März 2015 Edelmetalle

    Als die Finanzminister der Eurozone vor wenigen Wochen ein Einvernehmen mit Griechenland verkünden konnten, war die Sache für unsere Eurokraten klar: Die Eurokrise sei beseitigt, Griechenland sei auf Linie gebracht und die Börsenparty könne weitergehen. DAX, Eurostoxx und Co. quittierten den faulen Kompromiss von Brüssel mit weiteren Kursgewinnen. Doch seitdem ist kein Tag vergangen, an dem Griechenland nicht die Geduld seiner Partner auf die Probe gestellt hat.

    Während am Mittwochabend die US-Notenbankchefin Janet Yellen eine Abkehr von der Nullzinspolitik verkündet hat, ist es in Europa offenbar zu einem erneuten Eklat gekommen: Wie mehrere Medien am gestrigen Morgen übereinstimmend berichten, sind die Gespräche zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern erneut gescheitert. Das „Handelsblatt“ vermeldet, dass die Griechen die als „Institutionen“ bezeichnete Gläubiger-Troika erneut vor die Tür gesetzt habe. Zudem habe die Regierung in Athen ohne Rücksprache zusätzliche Staatsausgaben beschlossen. Wie jetzt noch das laufende „Hilfsprogramm“ erfolgreich abgeschlossen werden soll, ist völlig unklar.

    So gut wie sicher ist dagegen der weitere Kurs des Euro: Die massiven Kursgewinne von bis zu drei Prozent in der Spitze waren am Abend des 18.03 vor allem der Tatsache geschuldet, dass die US-Notenbank sich endlich etwas deutlicher zu einem Ende der Nullzinspolitik bekannt hat. Doch inzwischen zeigt der Euro-Kurs wieder nach unten. Denn die Stellungnahme von Fed-Präsidentin Janet Yellen zeigt, dass die USA und Europa fiskalpolitisch immer weiter auseinander driften. Während in der Eurozone gerade ein gigantisches Anleihekaufprogramm gestartet wurde, haben die USA diese Buchgeld-Spritzen bereits hinter sich; Jetzt sollen die Leitzinsen in den USA wieder steigen. Wann dieser Schritt genau bevorsteht, ließ Yellen vorgestern offen. Im April sei es angeblich noch zu früh, aber danach könnte eine Zins-Überraschung bei jedem weiteren Fed-Treffen folgen. Der Dollar wird also in den kommenden Monaten weiter massiv aufwerten. Die Kosten für diese Entwicklung zahlen jedoch US-amerikanische Firmen, deren Export für europäische Abnehmer teurer wird. Und europäische Touristen, die außerhalb der Euro-Zone ihren Urlaub verbringen.

    Freuen dürfen sich dagegen Besitzer von Gold: Sie haben eine Entscheidung gefällt, die unabhängig von beliebig vermehrbaren Währungsnominalen steht. Vorgestern stieg der Goldpreis auch in Dollar an, ein wichtiges Zeichen der Stärke für alle Marktbeobachter, die sich hauptsächlich auf die Notierung in Dollar konzentrieren. Für Gold ist die Entscheidung der Fed gleich aus mehreren Gründen günstig: Janet Yellen hat vorgestern klar gemacht, dass die Zeit des billigen Geldes, mit dem in den vergangenen Jahren ein Teil der Aktienrallye finanziert wurde, vorbei sei. Bei früheren Kurseinbrüchen an den Märkten hat Gold wiederholt seine Funktion als Vermögensschutz ausgespielt. Zudem dürfte die Inflation in den USA im Jahr 2015 weiter anziehen – und damit ist Gold als Inflationsschutz stärker gefragt.

    Bereits in den nächsten Tagen dürfte der Jubel an den Börsen einer gewissen Ernüchterung weichen. Immerhin hat Fed-Präsidentin Janet Yellen wiederholt klargestellt, dass die Zinsen schneller als erwartet steigen könnten, wenn sich die US-Wirtschaft schneller erhole. Der Datencocktail aus Amerika ist undurchsichtig, doch unterm Strich bewegen sich – so wird behauptet – alle relevanten Indikatoren in Richtung der Fed-Ziele. Dagegen hinken die Unternehmensbilanzen den Kurszuwächsen deutlich hinterher, vor allem US-amerikanische Aktien gelten inzwischen als teuer.

    Nicht nur der Aktienmarkt in den USA steht auf einem weichen Fundament, auch in Europa könnte es jederzeit zu einem Crash kommen – oder ganz konkret: Zu einem „Graccident“, einem ungeplanten Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Und es sind nicht nur die Europäer, die das Vertrauen in die griechische Regierung verlieren – auch das eigene Volk zweifelt: Edelmetallhändler in Deutschland beobachten einen sprunghaften Gold-Nachfrageanstieg aus Griechenland. Es hat sich längst herumgesprochen, dass unsere Gemeinschaftswährung unter den jetzigen Umständen keine Zukunft bietet, weshalb sich mehr und mehr Menschen davon loszulösen versuchen.

    Es ist höchste Zeit für klare Verhältnisse – mit Gold und Silber!

     

     

    Bild: stux / pixabay.com

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