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    Unternehmensbeteiligung: Deutsche Klarna-Mitarbeiter zahlen Steuern für Papier
    Bild: IMAGO / ZUMA Wire

    Unternehmensbeteiligung: Deutsche Klarna-Mitarbeiter zahlen Steuern für Papier

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    By Sachwert-Redaktion on 19. August 2022 Panorama

    In Spitzenzeiten im Jahr 2020 wurde das Fintech-Unternehmen Klarna mit 45,6 Milliarden Dollar bewertet, dann sank der Wert rasant um 85 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Doch vorher entschieden sich zahlreiche Mitarbeiter für ein Beteiligungsmodell des Unternehmens, das sie im Falle eines Verkaufes zu reichen Menschen machen sollte. Das globale Unternehmen mit dem Claim »Buy now, pay later« beschäftigt in der Berliner Niederlassung rund 800 Mitarbeiter, die zum großen Teil auch Aktien erworben haben und nun tausende Euro Steuern auf ihre Beteiligung zahlen müssen, ohne überhaupt Geld erhalten zu haben, und auch mehr, als die Aktien mittlerweile überhaupt wert sind, heißt es in einem Bericht auf dem Onlineportal des Magazins »Capital«, dem auch Mitarbeiterunterlagen dazu vorliegen. 

    Klarna führte das Beteiligungsprogramm für Mitarbeiter 2020 ein. Damit wollte das Unternehmen in der damaligen Hochphase Talente anlocken und versprach, Mitarbeiter am Erfolg teilhaben zu lassen. Im Rahmen des »Restricted Stock Unit«-Programms (RSU) konnten Mitarbeiter Aktien des Unternehmens erwerben, die sie nach einer bestimmten Frist zugeteilt bekamen. Doch Steuern und Abgaben wurden bereits bei Abschluss des Vertrages fällig und direkt vom Gehalt abgezogen. Dem Bericht zufolge machte das bei manchen Mitarbeitern die Hälfte des Nettolohnes aus. 

    RSU sei international gängig, aber für deutsche Unternehmen nicht vorteilhaft, sagte Rechtsanwalt und Steuerberater Mirco Zantopp von der Kanzlei PXR Legal dem Magazin. Ein Programm wie »Employee Stock Option Plan« (ESOP) wäre geeigneter gewesen, meint er. Dabei erhalten die Mitarbeiter keine Aktien, sondern Optionen, diese zu einem bestimmten Preis zu kaufen. »Dadurch zahlen sie nur Steuern, wenn auch Geld fließt«, so Zantopp. 

    Der Startup-Verband fordert seit Jahren eine grundsätzliche Lösung für solche Programme. »Steuern sollten fällig werden, wenn es einen Exit gibt«, sagt Christian Miele vom Startup-Verband.

    MK

     

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