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    Goldheimholung zu langsam und zu intransparent

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    By Sachwert-Redaktion on 22. Dezember 2015 Edelmetalle

    In den vergangenen Tagen teilte die Deutsche Bundesbank über die dpa und zitierende Presseorgane, wie spiegel-online.de und welt.de mit, dass das deutsche Staatsgold nun aus dem Ausland zurückgeholt werde. Konkrete Zahlen für 2015 gab sie dabei allerdings nicht bekannt. Hierzu stellt Peter Boehringer, Mitglied der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft e.V. (DEG), Initiator der international stark beachteten Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim“ und Autor des gleichnamigen Buches fest: “Die Deutsche Bundesbank macht erneut unzureichende Angaben zum Status der seit Jahren überfälligen Heimholung des Deutschen Staatsgoldes. Auch die neue, über die Presse indirekt ventilierte Verlautbarung von Dezember 2015, enthält weder quantifizierte noch belegte Angaben.” „Wie schon 2013 und 2014 gibt die Bundesbank Informationen zur angeblich laufenden Heimholung des deutschen Staatsgoldes im Ausland nicht per klarer, offizieller Pressemitteilung heraus, sondern per unklarer, unbelegter und unverbindlicher Verlautbarung über Presseorgane”, so Boehringer weiter. Peter Boehringer bezeichnet es als Fortschritt, dass offenbar überhaupt Gold heimgeholt werde und, dass die deutschen Staatsbürger als die Eigentümer des Staatsgoldes seit 2012/13 immerhin einige Informationen zur wichtigsten und einzig substanziellen Position auf der Bundesbank-Bilanz erhalten. “Hier hat sich der wachsende öffentliche und inzwischen auch internationale Druck ausgezahlt.”, so Boehringer. Dennoch müsse von der Deutschen Bundesbank als Treuhänderin des Goldes erheblich mehr Transparenz verlangt werden.

    Die DEG e.V. stellt hiermit fest:

    • Der “Heimholungsplan” der Deutschen Bundesbank besteht nur aus einer unverbindlichen Absichtserklärung.
    • Lediglich die Hälfte des gesamten deutschen Goldbestandes soll per Ende 2020 in Deutschland lagern.
    • 35% sind angeblich bereits heute erreicht, hierzu fehlt jedoch jeder belastbare Beleg, die Bundesbank verweigert Auskünfte über ihre exklusive Eigentümerschaft.
    • 100% Inlandslagerung wäre das ökonomisch und politisch einzig logische Ziel – denn die goldene Reserve macht nur im Inland und ohne Gegenparteienrisiko Sinn. Peter Boehringer weiter: “Nehmen wir einmal an, die Bundesbank würde ihr Tempo bei der Heimholung der Deutschen Goldbestände so beibehalten, wie bisher, so wäre erst im Jahre 2042 alles Gold der Bundesrepublik zurück geholt – ein viel zu unambitionierter Plan.”

    In den Jahren 2013 und 2014 hatte die Bundesbank immerhin die jeweils heimgeholten Tonnagen bekannt gegeben: 37 Tonnen und 120 Tonnen – zusammen knapp 5% des bundesdeutschen Staatsgoldes. Plausibel belegt wurden diese Vorgänge allerdings auch damals schon nicht. Per 2015 erfährt die Öffentlichkeit nun trotz groß angelegter Medienkampagne im Dezember 2015 nicht einmal mehr, wie viele Tonnen dieses Jahr genau heimgeholt wurden. “Falls die Bundesbank 2016 nachträglich die Zahlen für 2015 bekannt geben sollte, fordern wir jetzt bereits Fotobelege und Zeugen der Umlagerung, sowie Inventur-Testate eines vereidigten Wirtschaftsprüfers”, so DEG-Gründungsmitglied Boehringer, der seine hohe Skepsis an zwei Beispiel fest macht:

    •  “In den letzten zwei Jahren wurden Barren, die nach Deutschland zurück geholt wurden, vor ihrem Abtransport seltsamerweise umgeschmolzen – damit konnte man sie nicht mehr auf Stimmigkeit mit den Lagerlisten der Auslandsbanken, wie der Federal Reserve, der Banque de France und der Bank of England abgleichen.
    • Im Oktober 2015 veröffentlichte die Bundesbank gar rein künstliche ‚InventarNummern‘ unserer angeblich vollständig und unverliehen vorhandenen Goldbarren – doch ‚versäumte‘ sie es, dazu auch die eindeutigen, eingestanzten Barren-Nummern mit zu veröffentlichen.”

    Die Deutsche Edelmetall-Gesellschaft e.V. stellt fest: Der gesamte Vorgang der “GoldHeimholung” ist ein anhaltendes Ärgernis für die deutschen Bürger als Eigentümer der ultimativen Währungsreserve der Bundesrepublik.

     

    Hintergrund

    Die Deutsche Edelmetall-Gesellschaft e.V. ist eine im Jahr 2006 gegründete Vereinigung. Sie hat zum Ziel, breite Bevölkerungskreise darüber aufzuklären, welche Funktion Gold als Währungsmetall hatte, hat und in Zukunft haben kann. Mitglieder der DEG sind sowohl Privatpersonen, wie auch Firmen aus dem Edelmetallhandel. Internationale Aufmerksamkeit hat die von der Taxpayers Association of Europe und der DEG gemeinsam gestartete „Heimhol-Initiative“ der Deutschen Goldreserven aus New York, Paris und London hervorgerufen. Neben einem sehr breiten und internationalen Medienecho und erster Aktivität des Deutschen Bundestages und der Deutschen Bundesbank verzeichnete die Initiative unter www.gold-action.de mehr als 15.000 Unterzeichner.

     

     

    Bild: Thorben Wengert_pixelio.de

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