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    Goldhausse auf Dollar-Basis nimmt Fahrt auf

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    By Sachwert-Redaktion on 18. Mai 2015 Edelmetalle

    in den vergangenen Monaten kannte der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung nur eine Richtung: Nach unten. Miese Wirtschaftsdaten, das Ergebnis der griechischen Parlamentswahl und der fortwährende Konflikt in der Ukraine hatten den Euro erheblich geschwächt. Und was für deutsche Urlauber in New York beim Shopping alles andere als erfreulich ist, begünstigte das Comeback der Edelmetall-Hausse auf Euro-Basis. Über 16 Prozent hatte Gold in der Spitze in diesem Jahr zugelegt, das gelbe Metall galt als der Investmentgewinner 2015.

    EuroWährend Gold inzwischen eine Verschnaufpause eingelegt hat, konnte sich der Euro die vergangenen Tage deutlich gegenüber dem US-Dollar erholen. Bis auf 1,05 US-Dollar war der Euro gefallen, Marktbeobachter sahen ihn bereits unter die Parität rutschen; von bis zu 0,87 US-Dollar pro Euro war sogar die Rede. Doch während sich die Krisenherde in und um Europa verschärften, setzte der Euro zu einem erstaunlichen Comeback an. In wenigen Tagen überwand er einen Widerstand nach dem anderen und steht derzeit bei 1,14 US-Dollar – entsprechende Wertzuwächse in so kurzer Zeit sind eine absolute Seltenheit im Devisenbereich.

    Die überraschende Wendung im Kampf zwischen Bullen und Bären beziehungsweise Euro und Dollar zieht auch den Goldpreis in Mitleidenschaft: Derzeit pendelt der Goldpreis zwischen 1.050 und 1.070 Euro und ist damit noch einige Schritte vom bisherigen Jahreshoch entfernt, wo der Goldpreis um 1.140 Euro pro Feinunze gehandelt wurde. Auf Dollar-Basis sieht es anders aus: Die Marke von 1.200 USD pro Feinunze wurde überwunden, der Goldpreis wächst weiterhin stetig im gleitenden Tagesdurchschnitt.

    Edelmetallanleger brauchen derzeit etwas Geduld, die sich aber auszahlen dürfte: Ein starker Dollar-Goldpreis ist auch für Euro-Anleger gut, denn der Goldpreis wird weltweit in Dollar bewertet und auch in der Berichterstattung dominiert die Notierung in Dollar. In den vergangenen Jahren war häufig zu beobachten, wie sich der Goldpreis auf Euro-Basis stabil hielt, wenngleich die Börsennotierungen auf Dollar-Basis rückläufig waren. Als Konsequenz wurde in der Medienlandschaft das Bild eines Gold-Crashs vermittelt, obgleich Euro-Anleger keine buchhalterischen Kursverluste haben verzeichnen können.

    BörseTatsächlich ist in den vergangenen Tagen wieder von einem Comeback des Goldpreises zu lesen, weil der Dollar-Preis im Mittelpunkt steht. Diese Öffentlichkeitsarbeit kann die Nachfrage nach Edelmetallen weiter beflügeln, insbesondere weil selbst deutsche Bundesanleihen aufgrund der mickrigen Verzinsung von Großanlegern abgestoßen werden. Gründe für eine bedachte Vermögenssicherung gibt es genug: Die anhaltende Unsicherheit um die erste Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank Fed dürfte die Märkte noch lange in Atem halten, ebenso die Interpretation der US-amerikanischen Wirtschaftsentwicklung, welche schon mehrmals in der jüngsten Vergangenheit als beschönigt enttarnt wurde.

    Eine Verschärfung der Ukraine-Krise oder eine Eskalation des Pleite-Dramas in Griechenland könnte den Euro hingegen schnell in eine Schieflage bringen. Und wenn sich Euro/Dollar in Richtung der Parität bewegen, stehen goldene Zeiten für Goldbesitzer bevor: Für Goldanleger ist die Abwertung des Euro eine regelrechte Rendite-Versicherung! Grund hierfür ist, dass auf Dollar-Basis gehandelte Rohstoffe sich verteuern, wenn unsere Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar schneller sinkt. Wenn sich der Dollar-Euro-Kurs tatsächlich, wie von vielen Analysten prognostiziert, in Richtung der Parität bewegen sollte, stünden Goldbesitzern glänzende Zeiten bevor.

     

    Der Autor Uwe Fraust ist Leiter des Anlagehandels
    bei Emporium Hamburg

     

    Bild rainer-sturm_pixelio.de

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