Nicht nur die ausgebremste Wirtschaft kann eine sinkende Nachfrage von Büro-Immobilien verursachen – Firmen könnten auf die Idee kommen, mit Konzepten wie „Hot Desk“ und Home Office einen erheblichen Teil ihrer Kosten einsparen zu können. Das wäre eine schlechte Nachricht für Anleger, die ihr Geld in Immobilienfonds mit einem hohen Büro-Anteil gesteckt haben.
Die DZ Bank sieht in einer Studie auch ohne die Krise durch den demografischen Wandel einen allmähliches Nachlassen der Nachfrage für wahrscheinlich. Stieg die Zahl der Büroarbeiter bislang an, so wird sie in Zukunft wahrscheinlich wieder abnehmen und die Leerstandsquote von jetzt einem bis zwei Prozent schon 2021 auf fünf oder sechs Prozent steigen lassen.
Zur Zeit machen viele Firmen die Erfahrung, wie gut das Arbeiten von zu Hause aus funktionieren kann und die Arbeitnehmer freuen sich über den Wegfall von Wegezeiten. Meist werden aber noch Arbeitsplätze in den Firmenbüros für die Mitarbeiter vorgehalten: Die Miete wird natürlich trotzdem fällig, unabhängig davon, ob die Tische und Stühle besetzt oder verwaist sind.
Um hier tatsächlich sparen zu können, müssen die Arbeitsplätze aber auch flexibel genutzt werden. Auf Neudeutsch heißt das Konzept „Hot Desk“. Angestellte erhalten einen Rollcontainer und können -oder müssen- sich in den Firmenräumen einen freien Arbeitsplatz wählen. So ist es bereits in einigen Betrieben üblich, deren Talente oft unterwegs sind, zum Beispiel im Außendienst.
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