Aus dem Magazin

Wenn Komplexität teuer wird

Eine Kolumne von Christoph A. Scherbaum

2 Min.

Erschienen in Ausgabe 164, am 19.05.2026
28.05.2026

Hedgefonds, CLOs, Equity-Buffer-Strategien: Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock präsentiert komplexe Lösungen für Wachstum, Resilienz und Einkommen. Doch brauchen Anleger wirklich diese Komplexität – oder reichen Baustein-Aktien?  Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock veröffentlicht regelmäßig umfangreiche Strategiepapiere für turbulente Märkte. Auf über 30 Seiten jongliert die neueste Analyse mit Fachbegriffen: »Equity-Buffer-Strategien«, »marktneutrale Alpha-Generierung«, »CLOs und AT1-Anleihen«, »Multi-Asset-Diversifikation«. Das Paper ist lesenswert – es zeigt, wie geschickt die Finanzindustrie einfache Wahrheiten komplex verpackt. Am Ende landet man bei einer Erkenntnis, die Warren Buffett längst kannte: Qualität schlägt Komplexität.

Drei Säulen: Wachstum, Resilienz, Einkommen 

BlackRock strukturiert seine Empfehlungen entlang dreier Leitmotive. Klingt vernünftig, doch wie sollen diese Ziele für private Anleger erreicht werden?  Wachstum: BlackRock setzt auf KI, jedoch nicht nur auf Tech-Konzerne, sondern auf die gesamte Wertschöpfungskette: Halbleiter, Infrastruktur, Energie, Rohstoffe. Zusätzlich: Schwellenländer, USA, selektiv Europa und Japan. Die Palette ist so breit, dass kaum etwas ausgeschlossen wird. 

Resilienz: Die klassische Diversifikation zwischen Aktien und Anleihen funktioniert »zunehmend unzuverlässig«. BlackRocks Lösung? Hedgefonds, marktneutrale Strategien, Equity-Buffer-Strategien, Gold, aktives Währungsmanagement. Das klingt nach erheblichem Aufwand und beträchtlichen Gebühren.   

Einkommen: Hier wird BlackRock nostalgisch. Plötzlich geht es um »hochwertige Unternehmensanleihen« und – klassisch – »Dividendenaktien«. Das ist zutreffend, aber nichts Neues. Ein Beispiel: Nestlé, eine klassische Baustein-Aktie, zahlt seit 1959 ununterbrochen Dividende, Coca-Cola seit 1920, Siemens seit über einem Jahrhundert. Ergänzt wird dies um CLOs und AT1-Anleihen – hochkomplexe Finanzinstrumente mit erhöhten Risiken.

Den gesamten Beitrag »Wenn Komplexität teuer wird« und weitere interessante Texte lesen Sie im aktuellen SACHWERT Magazin ePaper Ausgabe 164 -> LINK

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