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Rekordpreise bei Gold: Signal oder Symptom?

 Gold erlebt eine neue Hochphase. Getrieben von Rekordständen, geopolitischen Spannungen und anhaltenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten rückt das Edelmetall wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch die eigentliche Frage geht über den reinen Kursverlauf hinaus: Stehen wir vor einer kurzfristigen Marktbewegung oder vor einer tieferliegenden Verschiebung im Vertrauen in Währungen und staatliche Finanzsysteme? Im Gespräch erläutert der Finanzexperte Achim Jung, warum Gold aus seiner Sicht derzeit weit mehr ist als ein Krisenindikator, welche strukturellen Kräfte den Markt prägen und weshalb selbst steigende Zinsen den Aufwärtstrend nicht bremsen. 

2 Min.

06.07.2026

Gold hat in den letzten Jahren neue Rekordstände erreicht – was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung? 

Gold steigt nicht grundlos. Hinter den neuen Rekordständen steckt ein systemisches Misstrauen – in Währungen, in Staatsfinanzen, in politische Stabilität. Die drei entscheidenden Treiber sind: erstens die explodierenden Staatsschulden weltweit, zweitens die zunehmende geopolitische Unsicherheit – von Nahost über die Ukraine bis zum Handelskonflikt zwischen den USA und China – und drittens das wachsende Bewusstsein, dass Papiergeld kein verlässlicher Wertspeicher ist. Gold ist nicht das Investment der Angst. Gold ist das Investment der Vernunft.  

Wie wirken sich die aktuell hohen bzw. schwankenden Zinsen konkret auf die Nachfrage nach Gold aus? 

Das klassische Argument lautet: Hohe Zinsen sind schlecht für Gold, weil Gold keine Rendite zahlt. Das stimmt – aber nur im ersten Schritt. Was viele vergessen: Hohe Zinsen bedeuten auch hohe Schulden. Und irgendwann zahlt jemand die Rechnung. Wenn Anleger erkennen, dass steigende Zinsen Staatsfinanzen destabilisieren, steigt die Nachfrage nach echten Werten. Wir sehen das gerade live: Gold notiert auf Rekordhöhe – trotz hoher Zinsen. Das sagt alles. 

Das gesamte Interview »Rekordpreise bei Gold« und weitere interessante Texte lesen Sie im aktuellen SACHWERT Magazin ePaper Ausgabe 165 -> LINK

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