Gold hat in den letzten Jahren neue Rekordstände erreicht – was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung?
Gold steigt nicht grundlos. Hinter den neuen Rekordständen steckt ein systemisches Misstrauen – in Währungen, in Staatsfinanzen, in politische Stabilität. Die drei entscheidenden Treiber sind: erstens die explodierenden Staatsschulden weltweit, zweitens die zunehmende geopolitische Unsicherheit – von Nahost über die Ukraine bis zum Handelskonflikt zwischen den USA und China – und drittens das wachsende Bewusstsein, dass Papiergeld kein verlässlicher Wertspeicher ist. Gold ist nicht das Investment der Angst. Gold ist das Investment der Vernunft.
Wie wirken sich die aktuell hohen bzw. schwankenden Zinsen konkret auf die Nachfrage nach Gold aus?
Das klassische Argument lautet: Hohe Zinsen sind schlecht für Gold, weil Gold keine Rendite zahlt. Das stimmt – aber nur im ersten Schritt. Was viele vergessen: Hohe Zinsen bedeuten auch hohe Schulden. Und irgendwann zahlt jemand die Rechnung. Wenn Anleger erkennen, dass steigende Zinsen Staatsfinanzen destabilisieren, steigt die Nachfrage nach echten Werten. Wir sehen das gerade live: Gold notiert auf Rekordhöhe – trotz hoher Zinsen. Das sagt alles.
Das gesamte Interview »Rekordpreise bei Gold« und weitere interessante Texte lesen Sie im aktuellen SACHWERT Magazin ePaper Ausgabe 165 -> LINK