Wenn steigende Schulden und hohe Abgaben auf ein marodes Rentensystem treffen, ist das staatliche Armageddon vorprogrammiert. So sieht es der ehemalige Bundestags-Abgeordnete Frank Schäffler. Warum bald eine ganze Generation vor einem kaum überwindbaren Schuldenberg stehen könnte – und welche Wege es gibt, das drohende Desaster abzuwenden, erläutert er im Interview.
Herr Schäffler, Sie nennen die Generation, die all die heutigen Schulden des Staates bezahlen muss, »Generation Debts«. Ist sich diese Generation überhaupt bewusst, dass sie eine Schuldengeneration ist?
Ja, das sieht man daran, dass eine wachsende Zahl junger Menschen in Aktien, aber auch in Bitcoin spart. Man spricht deshalb auch von der »Generation Trade Republic«. Es ist viel einfacher und preiswerter aktienorientiert zu sparen. Die »Generation Debts« hat aber das Problem, dass sie die Renten der Boomer-Generation bezahlen, gleichzeitig hohe Steuern und Abgaben leisten und zusätzlich für das eigene Alter vorsorgen müssen. Und gleichzeitig verschuldet sich der Staat über beide Ohren. Die faktische Abschaffung der Schuldenbremse war dafür ein fatales Signal. Die Schuldenorgie geht dadurch immer weiter.
Sie sprechen auch von verdeckten Schulden. Was sind da die großen Brocken?
Die gesetzliche Rente ist die größte Herausforderung. Entweder verdoppeln sich die Beiträge oder die Rente halbiert sich. Die Mathematik lässt sich nicht überlisten. Weniger Kinder und immer ältere Rentner lässt das System kollabieren. Das steht heute schon fest, wenn keine entschlossenen Reformen angegangen werden.
Das gesamte Interview »Generation Schulden – wer zahlt den Preis?« und weitere interessante Texte lesen Sie im aktuellen SACHWERT Magazin Ausgabe 02/2026 -> LINK
Beitragsbild: IMAGO / Panama Pictures (Christoph Hardt)
