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    Buffett vertraut der US-Wirtschaft

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    By Sachwert-Redaktion on 13. Mai 2020 Panorama

    Das ‚Orakel von Omaha‘, Multi-Milliardär Warren Buffett, riet kürzlich dazu, amerikanische Aktien zu kaufen. Er selber könnte aber bald wieder einige abstoßen, zum Beispiel weitere Anteile an der Bank Wells Fargo.

    Warren Buffett wirbt für Vertrauen in die amerikanische Wirtschaft. Die Jahreshauptversammlung der Berkshire Hathaway, dessen CEO Buffett ist, wurde in diesem Jahr live aus Omaha gestreamt. Den Zuschauern riet er, in der Krise einen kühlen Kopf zu behalten. Die amerikanische Wirtschaft sei bislang noch aus vielen Krisen wieder herausgekommen und werde es diesmal auch wieder.

    Anleger müssten psychologisch und finanziell auch mit Kursabstürzen umgehen können. Die kurzfristig schwankenden Preise für Aktien an der Börse würden schließlich nicht viel über den tatsächlichen Gegenwert der Anteile aussagen, sagte er sinngemäß. Warren Buffet empfahl Anlegern, in einen Durchschnitt der amerikanischen Wirtschaft zu investieren.

    Dafür würde sich es anbieten, sich in einen der S&P-500-Fonds einzukaufen. Sie seien meist günstiger als Investmentfonds und böten Stabilität. Zwar könne niemand genau vorhersagen, wie sich die derzeitige Pandemie entwickle, aber langfristig gesehen, in den nächsten zehn Jahren oder darüber hinaus, würden Anleger auch belohnt werden. Das gelte unabhängig davon , ob jemand jetzt sofort oder erst nächstes Jahr kaufe. Voraussetzung sei allerdings, dass die Anteile auch gehalten würden. Wie ‚The Motley Fool‘ aber auch anmerkt, hat Buffett im ersten Quartal sich selber stark mit Aktienkäufen zurückgehalten und hat seine Kurzzeitinvestitionen ausgeweitet.

    Wer Warren Buffetts Züge verfolgt hat, mag hier einen Widerspruch erkennen und ahnt, dass es auch dort wieder Einschränkungen gibt. Buffet verschweigt nicht, dass er im April seine Anteile an alle vier großen amerikanischen Fluggesellschaften verkauft hat. Er begründete dies mit ihren ungewissen Zukunftsaussichten.

    Ein weiterer Verkaufskandidat könnte Wells Fargo sein. Buffett besitzt seit 30 Jahren Anteile an der Bank, die in den letzten Jahren öfter negative Schlagzeilen produzierte. Im letzten Quartal 2019 dezimierte Buffett seinen Aktienbestand der Bank um 15 Prozent.

    Jetzt, in der Corona-Krise, könnte sich die Bankenaufsicht zu einem Besuch anmelden. Sie hatte die Kreditvergabe der viertgrößten Bank der USA nach einem Skandal 2016 auf 1,943 Billionen Dollar beschränkt. Die Decke der Kalifornier ist so dünn geworden, dass sie sich kaum 12 Millionen Dollar an Kreditausfällen leisten können; alle anderen Banken stehen deutlich besser da. Ein Großteil ihres Geschäftes macht auch Wells Fargo mit Kreditkarten und Konsumentenkrediten, was angesichts der neuen Massenarbeitslosigkeit, vielen erkrankten Menschen und Nullzinsen riskant sein könnte.

     

     

    Bild: Imago Images/Xinhua

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