Nach dem dramatischen Ende des Preisauftriebs setzte im Frühjahr 2022 ein fast erdrutschartiger Nachfrageschwund bis zu 50 Prozent ein. Wenn vor dem Jahresende 2021 ein Haus zu einem Kaufpreis von 600.000 Euro für vier Prozent Annuität (Zins und Tilgung pro Jahr) zu haben war, wurden es kurze Zeit später im Mai/Juni 2022 sechs Prozent Annuität und damit 3.000 Euro, statt wie vorher 2.000 Euro monatliche Rate. Durch diesen Umstand sind die Preise zwischen 20 und 30 Prozent gesunken, sodass die Erschwinglichkeit wieder hergestellt wurde. Wir sind in einer Phase der Stabilität gelandet, die mindestens bis 2028 anhalten wird.
Das trifft allerdings nur auf den Wohnimmobilienmarkt zu. Dort ist jetzt der Einstieg sinnvoll und anzuraten. Wenn die Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt und das Vertrauen allgemein wächst, wird es unweigerlich zu höherer Nachfrage kommen und damit die Verknappung zunehmen, was zu Preiserhöhungen führen wird – aktuell sind die Preise seit 2023 um knapp drei Prozent gestiegen. Dann haben wir einen normalen Rhythmus des ständigen »Auf-und-Ab«. Kurzfristige Spekulation dürfte ein Ende haben. Daher meine Empfehlung: Jetzt kaufen, wenn die Möglichkeit vorhanden ist.
Beitragsbild: Sylke Gall