Aus dem Magazin

»Finanzausbildung nahe an der Katastrophe!«

Ein Experte zeigt, was Deutschlands Anleger zurückhält

Deutschland gilt als Land der Sparer und Immobilienbesitzer. Doch wie steht es tatsächlich um die Bereitschaft, Geld an der Börse zu investieren? Diese Fragen stellte Mick Knauff bereits 2024 dem Vermögensberater und Anlage-Experten Heiko Lörsch. Zwei Jahre später blickt er gemeinsam mit ihm Lörsch auf die damaligen Prognosen zurück: Was ist eingetroffen, wo lagen die Entwicklungen anders als erwartet – und welche Anlageformen sind heute für die deutschen Anleger relevant? 

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20.10.2026

Herr Lörsch, vor zwei Jahren stand der Goldpreis bei rund 2.100 Dollar, aktuell sind wir bei etwa 4.300 Dollar. Ist Gold noch ein Vermögenswert, bei dem man einsteigen könnte? 

Schön, dass Sie das fragen! Vielleicht erinnern Sie sich noch daran: Als wir vor zwei Jahren darüber gesprochen haben, stellten Sie mir die Frage, wo ich die Kurse langfristig sehe. Damals habe ich schon klar zum Ausdruck gebracht, dass ich Gold deutlich über 3.500 Dollar sehe. Zwischenzeitlich waren wir sogar bei rund 5.000 Dollar; aktuell erleben wir allerdings eine kleine Korrektur.  Um die Frage zu beantworten: Ob Gold oder Silber – Edelmetalle gehören ganz allgemein auf die Liste, und zwar sowohl als Sicherheit in der Anlage als auch als Beimischung im Gesamtvolumen.  Es gibt eine neue Studie, die deutlich zeigt, dass die Deutschen zu wenig investieren. 

Hier sind es etwa 20 Prozent, die in Aktien oder ETFs investieren. In den USA liegt das Anlagevermögen bei 62 Prozent. Was läuft bei uns verkehrt? 

In Deutschland ist die Finanzausbildung nahe an der Katastrophe. Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen: Ich habe vor einigen Monaten an einer Schule mit Schulabgängern über das Thema modernes Finanzcoaching gesprochen und musste dabei mit Erschrecken feststellen, dass die Jugend von heute den Unterschied und den Wert von Bargeld, Edelmetallen, Gold oder Silber nicht kennt. Ich habe es ausprobiert – die Jugend ist einfach schlecht gebildet. Dann fällt mal ein Begriff wie »ETF-Sparen« und schon glaubt man, dass das die eierlegende Wollmilchsau ist, und fällt möglicherweise damit auf die Nase. Und danach nimmt man die sicheren drei Prozent vom Tagesgeldkonto und merkt gar nicht, dass die Inflation am Ende das Vermögen auffrisst.  

Den gesamten Beitrag »Finanzausbildung nahe an der Katastrophe!« und weitere interessante Texte lesen Sie im aktuellen SACHWERT Magazin ePaper Ausgabe 168-> LINK

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