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    Tobias Tretter – Gold und Goldminen – eine paradoxe Situation

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    By Sachwert-Redaktion on 27. Januar 2015 Rohstoffe

    Der Goldpreis eilt von einem Rekordhoch zum nächsten. Den Goldhändlern werden die Münzen aus den Händen gerissen. Gold ETFs erfreuen sich enormer Beliebtheit. Dennoch führen die Goldminen derzeit ein Schattendasein und sind das „hässliche Entlein“ im Rohstoffsektor.

    Historisch konnten Goldminen das physische Gold outperformen und es lässt sich ein Hebel von etwa 3:1 der großen Goldproduzenten gegenüber  physischem Gold feststellen. Junior-Gesellschaften wiesen sogar einen Hebel von 5:1 auf. Seit 2008, insbesondere aber seit Beginn diesen Jahres ist die Situation paradox:  Gold eilt von einem Hoch zum nächsten, die Goldminen hingegen mussten teils erhebliche Verluste in den ersten 6 Monaten diesen Jahres hinnehmen. Da kommt die Frage auf, woran liegt das? Meine erste und wahrscheinlich zu einfache Antwort: Märkte sind irrational.

    Goldminenaktien mit günstiger Bewertung
    Die Bewertungen der Goldminen – siehe Abb. 1 -sind heute günstiger als 2000 zu Beginn der Rohstoffhausse oder 2008 nach der Finanzkrise. Die Grafik erklärt sich wie folgt: Der NPV (Net Present Value – schwarze Linie) spiegelt  die zukünftigen Erträge aller großen und mittelgroßen wichtigen Goldminen abzüglich der zukünftigen Kosten beim aktuellen Goldpreis abdiskontiert (5%) auf den heutigen Tag wider. Anders ausgedrückt, was ist die Mine heute wert.  Die rote Linie stellt den Goldpreis in USD pro Unze dar. Diese Grafik zeigt deutlich,  dass der NPV sich im Verhältnis zum Goldpreis auf einem historischen Tiefstand befindet. Aber auch andere finanzmathematische Kennzahlen wie der Preis/Cash Flow-, das KursGewinn Verhältnis oder die Bewertung der Unternehmen hinsichtlich der Goldunzen im Boden, zeigt dieses Missverhältnis.

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