Die Angebotsmieten in deutschen Städten sind Ende 2025 deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Im vierten Quartal 2025 erhöhten sich die Mieten bundesweit um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 4,5 Prozent im Jahresvergleich. Inflationsbereinigt entspricht das einem realen Anstieg von 0,7 Prozent im Quartal und 2,3 Prozent im Jahresvergleich. Seit 2015 sind Angebotsmieten insgesamt 14 Prozent stärker gestiegen als die allgemeine Teuerung.
Gleichzeitig verschärft sich die Marktlage durch ein sinkendes Angebot. Die Zahl der Wohnungsinserate ging im Quartalsvergleich um mehr als 10 Prozent zurück und liegt langfristig rund 20 Prozent unter dem Niveau von 2015. Parallel dazu erreichte der Anteil befristeter und möblierter Mietangebote ein Rekordhoch: Bundesweit entfielen über 17 Prozent aller Inserate darauf, in den acht größten Städten knapp 25 Prozent, in München sogar rund ein Drittel.
In den größten Städten stiegen die Angebotsmieten überwiegend weiter. Besonders stark fiel der Anstieg in Köln mit plus 3,4 Prozent und in München mit plus 1,9 Prozent aus. Die höchsten durchschnittlichen Kaltmieten wurden in München mit 23,35 Euro pro Quadratmeter gemessen, gefolgt von Frankfurt am Main mit 17,36 Euro. Der gewichtete Durchschnitt über alle 37 Städte und Regionen lag bei 14,41 Euro pro Quadratmeter.
Laut dem Kiel Institut für Weltwirtschaft wird die Wohnungssuche dadurch zunehmend schwieriger. Steigende Preise, weniger klassische Mietangebote und härtere Vertragsbedingungen belasten insbesondere Geringverdiener, Studierende, Auszubildende sowie Fachkräfte, die einen Wohnortwechsel planen. Viele Mieter halten ihre bestehenden Verträge, während Wohnungen zunehmend ohne öffentliche Inserate vergeben werden.
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