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    Kostenloses Girokonto – auch in Zukunft kostenlos?

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    By Sachwert-Redaktion on 22. Juni 2017 Allgemein

    In Zeiten der Niedrigzinspolitik fragen sich viele Verbraucher, ob es das kostenlose Girokonto auch in Zukunft noch geben wird. Erst im November 2016 gab es einen großen Aufschrei, als die größte Privatkundenbank Deutschlands – die Postbank – ihr langjähriges kostenloses Girokonto abgeschafft hat. Wie steht es nun um die Zukunft der kostenlosen Kontoführung?

    Das kostenlose Girokonto erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Schließlich können Verbraucher mit einem Konto ohne Kontoführungsgebühren jährlich bis zu 120 Euro sparen. In Zeiten, in denen die EZB das Zinsniveau so niedrig wie noch niemals zuvor hält, drehen Banken jedoch an der Kostenschraube – so gab es erst kürzlich zahlreiche Berichte darüber, dass Kunden für Bargeldabhebungen an die Kasse geben werden. Banken versuchen so die sinkenden Einnahmen aus Zinserträgen zu kompensieren. Zwar scheint die EZB in letzter Zeit den Leitzins etwas anzuheben, doch die Tendenz bleibt: Banken können die laufenden Kosten nicht mehr durch das Kreditgeschäft decken und suchen nach alternativen Einnahmequellen. Gerade Filialbanken wie die Sparkassen haben hohe Ausgaben durch eine hohe Mitarbeiterzahl, Mietkosten u.Ä. Die Chance, ein kostenloses Girokonto von einer Filialbank zu erhalten ist dementsprechend gering.

    Trotz der anhaltenden Niedrigzinspolitik können Verbraucher aufatmen: Es gibt es nach wie vor, das kostenlose Girokonto. Zwar werden Konten ohne Kontoführungsgebühren in der Regel nur von Direktbanken angeboten, doch diese stehen einer Filialbank im Grunde in nichts nach.

    Ein Konto bei einer Direktbank: Vor- und Nachteile

    Eine Direktbank ist eine Bank ohne Filialnetz. Es handelt sich um reine Online-Banken, das heißt, alle Bankgeschäfte werden über Online-Banking veranlasst und verwaltet. Dies bietet ein hohes Maß an Flexibilität: Wofür man früher eine Bankfiliale aufsuchen musste, braucht es heute nur noch wenige Klicks. Da bei Direktbanken kein direkter Kontakt mit Bankberatern möglich ist, bieten die meisten Banken einen rund um die Uhr erreichbaren Kundenservice, der sich um alle erdenklichen Kundenanliegen kümmert. Wer viel Wert auf persönliche Beratung legt, ist bei einer Filialbank definitiv besser aufgehoben. Für alle anderen: Eine Direktbank steht einer klassischen Hausbank in nichts nach, sie entspricht vielmehr dem digitalen Banking-Zeitalter und bietet somit viele Möglichkeiten. Da Direktbanken viel weniger Mitarbeiter beschäftigen müssen und nicht so hohe Kosten für Filialmieten haben, sind sie in der Lage auch in Zukunft ein kostenloses Girokonto anzubieten.

     

    Bild: yekophotostudio/depositphotos

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