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    Samsung  Galaxy Note 7 – brandheißes  Imagedesaster

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    By Sachwert-Redaktion on 14. Oktober 2016 Panorama

    Stellen Sie sich vor, Sie wachen davon auf, dass das Mobilgerät, das sie auf Ihrem Nachttisch liegen hatten, in Flammen steht. Oder Sie sitzen im Flugzeug und plötzlich fängt Ihre Tasche zu qualmen an. Tatsächlich wurden diese beiden Vorfälle von Besitzern eines Galaxy Note 7 gemeldet. Schuld war in beiden Fällen der sich entzündende Akku des Geräts  –  und das, nachdem Samsung  seit Anfang September 2016 in einer riesigen, weltweiten Rückrufaktion die feuergefährlichen Akkus gegen angeblich sichere ausgetauscht hatte.

    Als Ursache für die neuen Brände wird vermutet, dass der Fehler, der schon die erste Batteriegeneration des Samsung Galaxy Note 7  in Flammen aufgehen ließ, auch bei den neuen Batterien nicht beseitigt werden konnte. Darauf wiesen auch erste Erkenntnisse aus einer Untersuchung der Zwischenfälle hin. Samsung selbst hat sich noch nicht zu möglichen Brandursachen geäußert, denn bis heute stehen die Ingenieure vor einem Rätsel.  Dafür hat der Hersteller das Smartphone am vergangenen Dienstag endgültig vom Markt genommen und die Produktion eingestellt.

    Ursprünglich rechneten  Analysten damit, dass nach dem ersten Rückruf noch rund zwölf Millionen weitere Smartphone verkauft werden könnten. Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Der Produktions- und Verkaufsstopp des als explosivgefährlich geltenden Samsung Galaxy Note 7 wird den südkoreanischen High-Tech-Produzenten vorsichtigen Prognosen nach wohl ein Drittel seines Quartalsgewinnes kosten. Oder um es in Zahlen auszudrücken: Für das vergangene Vierteljahr wird das operative Ergebnis auf 4,2 Milliarden Euro gerechnet. Davor lag die Summe bei 6,2 Milliarden. Am Mittwoch wurde die Umsatzprognose von 39,1 Milliarden auf 37,6 Milliarden reduziert.

    Noch nie zuvor musste ein so großer Hersteller wie Samsung eines seiner Produkte komplett vom Markt nehmen. Derzeit diskutieren die Analysten, ob die Note-Reihe überhaupt noch weiter fortgeführt werden kann, da durch die Vorfälle das Verbrauchervertrauen wohl nachhaltig geschädigt wurde. In wieweit der Imageschaden auch auf andere Samsung-Produkte abfärben wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

     

    Bild: Wikimedia, dambrans.lv

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