Nachdem sich über viele Jahre hinweg Bürgerbeschwerden über verseuchtes Grundwasser und gesundheitliche Schäden häuften, hat der Bundesstaat New York im Dezember das Fracking verboten.
Fracking ist der Name einer Methode der Öl- und vor allem Erdgasgewinnung aus Gestein, bei der unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser und etwa 150 verschiedenen Chemikalien in den Boden gepumpt wird. Das Bohrwasser wird anschließend in den Boden verpresst oder in den USA in großen verdunstungsoffenen Auffangbecken gelagert. Von den Betreibern wurde die Methode lange als völlig sicher für Mensch und Natur dargestellt und dem glaubte man an offiziellen Stellen im Angesicht der zu erwartenden langfristigen Unabhängigkeiten von Öl- und Gasimporten und der geschaffenen Arbeitsplätze gerne.
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat nun angesichts der in einer 7-jährigen Studie geklärten Sachlage angekündigt, Fracking in seinem Staat zu verbieten. Joe Martens, Beauftragter der Umweltbehörde erklärte: ,,Nach Jahren erschöpfender Nachforschungen und Untersuchungen von Wissenschaft und Fakten ist ein Verbot von hydraulischem Fracking im großen Rahmen der einzig vernünftige Lösungsweg“. Howard Zucker, der Gesundheits-Kommisar im Staate New York, lässt verlauten, die goßen Bedenken gegenüber dieser Technik, die Öl- und Gasvorkommen mit Hilfe von hohem Druck und auch Chemie erschließt, seien Grund genug für ein Innehalten. Er würde nicht wollen, dass seine Kinder in der Nachbarschaft einer Fracking-Bohrung leben.
Auch in Deutschland wird gefrackt. Bisher vor allem zur Probe und in Tiefen um die 5000 Meter. Nun sind Bohrungen in 1500 Meter in Planung. Etwa 50 Billionen Kubikmeter schiefergebundenen Erdgases befindet sich in Niedersachsen und lockt mit hohen Profiten. Firmen wie BNK Petroleum, Exxon, Mingas und Winterschall stehen in den Startlöchern um dieses Gaslager in großem Stil anzustechen. Die bisherigen Bohrungen verliefen offiziell bisher ohne Zwischenfälle. Allerdings gehen auch hier in Hemslingen und Söhlingen die Gegner auf die Barrikaden, nachdem sich die Fälle von Krebs, Fehl- und Totgeburten bei Mensch und Tier laut Abendblatt vom Februar 2015 ungewöhnlich erhöht haben.
Bild: pixabay