Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn ausgebremst. Nach zwei Quartalen mit teils kräftigem Wachstum schrumpfte die Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr 2021 wieder – und zwar um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das teilte jetzt das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. Im Schlussquartal 2020 hatte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nach neuesten Berechnungen noch um 0,5 Prozent zugelegt, im dritten Quartal 2020 sogar um 8,7 Prozent. Vorangegangen war ein historischer Konjunkturabsturz in Folge der Corona-Krise. Die erneuten Einschränkungen im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus belasten seit Beginn des neuen Jahres viele Branchen, vor allem Dienstleister. Auch Gastronomen und Hoteliers kämpfen mit Umsatzeinbußen. Branchenverbände warnen vor einer Pleitewelle.
Volkswirte gehen davon aus, dass Europas größte Volkswirtschaft vom zweiten Quartal an wieder auf Wachstumskurs zurückkehren wird. Die Bundesregierung rechnet in ihrer gerade angehobenen Prognose für das Gesamtjahr mit 3,5 Prozent Wachstum der deutschen Wirtschaft. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung um 4,9 Prozent eingebrochen.