Nachdem der Goldpreis in den letzten Jahren einen klaren Sturzflug hingelegt hat, steigt er seit dem letzten Quartal des Jahres 2018 wieder. Der Hochstand wie zu Beginn dieses Jahrzehnts ist trotz der positiven Entwicklung noch nicht erreicht und sowieso nehmen Kritiker die vergangenen trüben Jahre noch immer als Anlass, um gegen Gold als Anlageobjekt zu wettern. Grundsätzlich ranken sich viele Mythen um dieses Thema, weshalb wir diese einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen möchten. Gold als Anlage – die größten Mythen im Faktencheck!
Je weniger von etwas vorhanden ist, desto wertvoller und begehrenswerter ist es. Dies trifft auch auf Gold zu und tatsächlich ist der globale Vorrat dieses Edelmetalls recht übersichtlich. Ungefähr um die 180.000 Tonnen Gold wurden bis heute aus der Erde geholt, wenn man dem World Gold Council (WGC) glauben darf. Etwa 2600 Tonnen jährlich werden aktuell gefördert, allerdings hört sich dies bloß viel an. Die Tendenz zeigt nämlich nach unten, da das Gold-Fördervolumen jedes Jahr abnimmt. Gleichzeitig erhöht sich der Anteil von Altgold, das in recyceltem Zustand auf dem Rohstoffmarkt auftaucht. Trotz des weltweit abnehmenden Fördervolumens gibt es einige Länder auf dem Planeten, denen eine gute Prognose hinsichtlich der künftigen, wenngleich immer schwierigeren Förderungen attestiert wird. Dabei handelt es sich um Kasachstan, Usbekistan und mehrere Staaten in Afrika.
Wer sich die Entwicklung des Goldpreises in den vergangenen Jahren anschaut, der muss ohne Zweifel feststellen: Gold ist extrem volatil. Seit 2010 gibt es ein Auf und Ab, das durch das Erreichen neuer Höchststände nach Kurseinbrüchen gekennzeichnet ist. Viele Kenner des Marktes kamen zu dieser Erkenntnis, die sicherlich nicht ganz falsch ist. Dennoch muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass andere Rohstoffe und Edelmetalle im Vergleich meist volatiler als Gold sind. Zu dieser Erkenntnis kam das WGC, das vor allem Öl und Aktien als Beispiel nannte. Wer sich für Gold als Anlageobjekt entscheidet, geht somit kein größeres Risiko ein als mit einem Investment in Wertpapiere. Auch hier schwingen Risiken stets mit, wie beispielsweise der Kurs der Bayer-Aktie in letzter Zeit zeigt. Die Volatilität des Goldes per se ist nichts Beunruhigendes.
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