Die BBBank – die größte genossenschaftliche Privatkundenbank in Deutschland – und die PSD Bank Hessen-Thüringen wollen sich zusammenschließen und ein Institut mit einer Bilanzsumme von etwa 24 Milliarden Euro bilden. Die Sondierungen sind abgeschlossen, vorgesehen ist eine rückwirkende Fusion zum 1. Januar 2026, vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien. Die PSD Bank Hessen-Thüringen bringt rund 1,6 Mrd. Euro ein, die BBBank kommt auf etwa 22 Mrd. Euro. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben, und die bisherige Markenidentität der PSD Bank wird aufgegeben – künftig soll das Institut unter der Marke BBBank auftreten. Für die deutsche Bankenlandschaft ist der Schritt Teil eines größeren…
Autor: Redaktion
Die deutsche Automobilindustrie steht aufgrund neuer Exportrestriktionen der Volksrepublik China bei Seltenen Erden unter erheblichem Druck. Peking hatte Anfang Oktober angekündigt, dass fünf Rohstoffe der Gruppe der sogenannten »Schweren Seltenen Erden« künftig nur noch mit Exportlizenz ausgeführt werden dürfen. Viele westliche Zulieferer klagen über leere Lagerbestände und Preisexplosionen. So habe sich der Preis von Leichten Seltenen Erden wie Neodym seit Mitte des Jahres etwa verdoppelt, Schwere Seltene Erden seien kaum noch verfügbar. Produktionsprozesse – insbesondere in Elektroautos – können ohne diese Materialien ins Stocken geraten, da Magnete und Sensoren auf Seltene Erden angewiesen sind. Für den Verband der Automobilindustrie (VDA)…
Der Goldpreis ist am Dienstag nach dem Erreichen eines neuen Rekordhochs unter deutlichen Verkaufsdruck geraten. Laut Fokus online fiel der Preis für eine Feinunze Gold auf rund 4.260 US-Dollar, nachdem er am Vortag mit 4.372 US-Dollar ein neues Allzeithoch markiert hatte. Analysten führen den Rücksetzer vor allem auf Gewinnmitnahmen zurück – zahlreiche Investoren nutzten die jüngsten Anstiege, um ihre Positionen zu sichern. Weitere belastende Faktoren waren die Stärke des US-Dollars sowie Hinweise auf eine mögliche Entspannung geopolitischer Spannungen, wodurch die Nachfrage nach dem als sicher geltenden Edelmetall zurückging. Trotz des Rückgangs betonen Experten, dass die Rallye noch nicht zwingend eine…
In Deutschland zieht die Zahl der Baugenehmigungen an, die Lage am Wohnungsmarkt entspannt sich jedoch vorerst nicht. Nach Daten des Statistischen Bundesamts wurden im August 2025 19.300 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 5,7 Prozent zum Vorjahresmonat; von Januar bis August summierten sich die Genehmigungen auf 151.200, 6,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders Einfamilienhäuser legten zu, Mehrfamilienhäuser stiegen moderat. In Nordrhein-Westfalen, dem größten Bundesland, registrierte das Landesamt IT.NRW im 1. Halbjahr 2025 3,5 Prozent mehr Genehmigungen; Einfamilienhäuser stiegen um 22,6 Prozent, während Zweifamilienhäuser rückläufig waren. Für NRW bedeutet dies: mehr Anträge, aber keine Entwarnung. Die Kombination aus gestiegenen Baupreisen, Finanzierungskosten…
Signierte Erstausgaben sind vom Liebhaberstück zum eigenen Mini-Markt gereift. Öffentlich-rechtliche Magazine zeichnen das Bild: astronomische Spitzenpreise, wachsende Sammlerszene – aber auch mehr Fälschungen. Das deutet auf ein großes Potenzial, bei Achtsamkeit in Bezug auf mögliche Stolperfallen. Luxus-Collectibles haben 2024/25 insgesamt gebremst. Der Knight-Frank-Index fiel 2023 um rund 1 Prozent, 2024 um 3,3 Prozent – trotz einzelner Rekorde. Für Anleger heißt das: selektiv vorgehen, nicht der Schlagzeile hinterherlaufen. Dass an der Spitze dennoch Bewegung ist, zeigen große Auktionen: Mary Shelleys Frankenstein (Erstausgabe) brachte 2024 bei Heritage 843.750 $, dazu Rekorde für Fitzgeralds Gatsby und Tolkiens Hobbit. Der Markt honoriert kanonische Werke…
Der globale Edelmetallmarkt erlebt derzeit eine außergewöhnliche Zuspitzung: Ein massiver Short-Squeeze am Londoner Silbermarkt hat die Preise erstmals seit 1980 über die Marke von 50 US-Dollar pro Unze getrieben. Marktteilnehmer berichten von Luftfrachtflügen mit Silberbarren aus den USA nach London, um Lieferverpflichtungen erfüllen zu können. Die Knappheit physischer Bestände ist so groß, dass Händler bereit sind, hohe Transportkosten in Kauf zu nehmen. Mehrere Faktoren haben die Lage verschärft. Erstens sind die verfügbaren Silberbestände in London stark geschrumpft, unter anderem durch die anhaltend hohe industrielle Nachfrage – insbesondere aus der Solarbranche. Zweitens haben US-Zölle auf kritische Mineralien dazu geführt, dass immer…
Die Volksrepublik China weitet ihren strategischen Einfluss auf Seltene Erden aus. Nach den im August eingeführten Interimsregeln zur strengeren Inlandssteuerung geht Peking nun den nächsten Schritt: Neue Exportbestimmungen erfassen nicht mehr nur Rohstoffe, sondern auch Technologien, Know-how und Produkte mit chinesischen Materialien. Damit wird der Zugriff auf kritische Metalle weltweit neu justiert – und die Abhängigkeit der Industrie noch größer. Ab dem 1. Dezember dürfen Technologien und Fachwissen zur Gewinnung, Verarbeitung und Wartung seltener Erden nur noch mit Genehmigung exportiert werden. Auch Produkte, die außerhalb Chinas hergestellt, aber mit chinesischen Seltenerdmetallen oder -verfahren produziert wurden, unterliegen künftig einer Exportgenehmigung. Für…
Gold hat in dieser Woche ein neues Rekordhoch erklommen – ein Meilenstein, der weit über reine Börsenbeobachtung hinausweist. Am Dienstag durchbrach der Goldpreis erstmals die Schwelle von 4.000 US-Dollar je Feinunze, getrieben von globaler Unsicherheit, Zinssenkungserwartungen und der Flucht vieler Investoren in sichere Werte. Die Rallye ist bemerkenswert: Im Jahr 2025 stieg Gold bereits um über 50 Prozent – deutlich mehr als viele Aktienindizes. Besonders stark: US-Gold-Futures erreichten an manchen Handelstagen über 4.014 US-Dollar. Die Gründe liegen in der Verunsicherung durch den US-Regierungsshutdown, der Erwartung, dass die US-Notenbank bald Zinsen senken wird, sowie in einer anhaltenden Schwäche des US-Dollars. Hinzu…
Die EU will Aufsichtskompetenzen für grenzüberschreitende Akteure – darunter Krypto-Dienstleister, Börsen und Clearinghäuser – stärker bei der europäischen Marktaufsicht ESMA bündeln. ESMA-Chefin Verena Ross verweist auf die Ineffizienz der fragmentierten MiCA-Umsetzung in 27 Mitgliedstaaten und sieht in einer Zentralisierung einen Schritt zu einem integrierteren, global wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt. Die Kommission prüft dazu konkrete Reformvorschläge; Ziel ist einheitlichere Aufsicht, geringeres Reg-Arbitrage-Risiko und verbesserter Anlegerschutz. Die Pläne sind Teil der »Savings & Investments Union« bzw. der wiederbeleben Kapitalmarktunion. Brüssel will privates Kapital für Verteidigung, Energiewende und Digitalisierung mobilisieren – dafür gelten konsistente Regeln, zentrale Datentapes und ESMA-Direktaufsicht über ausgewählte Querschnittsakteure als Hebel. Ein…
Die Europäische Zentralbank steht vor einem zweijährigen Führungswechsel: Bis 2027 werden voraussichtlich zwei Drittel der Top-Ämter neu besetzt – darunter das Vizepräsidentenamt (Luis de Guindos scheidet im Mai 2026 aus), der Chefvolkswirtposten (Philip Lane 2027) und die Präsidentschaft selbst (Christine Lagarde, Amtsende Oktober 2027). Auch Isabel Schnabels Mandat im Direktorium endet Ende 2027. Das eröffnet ein frühes Rennen um Schlüsselrollen und setzt Signale für den künftigen Kurs bei Zinsen, Bilanz und Regulierung. Bloomberg wertet die Neubesetzungen als Weichenstellung mit Marktrelevanz, da die Konstellation von Präsident:in, Vize und Chefvolkswirt traditionell die Kommunikationslinie und Toleranz gegenüber Inflations- oder Wachstumsrisiken prägt. Namen kursieren…