Autor: Redaktion

Der Stablecoin-Emittent Tether treibt seine ambitionierte Expansionsstrategie voran: Der Betreiber hinter USDT strebt eine Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar an. Möglich machen soll das eine außergewöhnlich hohe Marge: Tether verdient derzeit vor allem durch Zinserträge auf Reservemittel, die deutlich über den Kosten liegen. Bloomberg hebt hervor, dass das Geschäftsmodell dank Zinsdifferenzial (Spread) kaum mit klassischen Banken vergleichbar ist. Tether gilt als einer der größten Stablecoin-Akteure: USDT ist im Krypto-Ökosystem äußerst verbreitet und dient vielfach als Brückenwährung zwischen Fiat und Krypto. Der Emittent hat zudem vor, seine Geschäftsfelder weiter auszubauen, etwa in Derivate, tokenisierte Assets oder verzinsliche Produkte auf Stablecoins. Die…

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Das Risiko einer Immobilienblase in den deutschen Metropolen Frankfurt und München hat sich laut dem aktuellen »Global Real Estate Bubble Index« der UBS weiter entspannt. Trotz leichter Preissteigerungen sehen die Analysten nur noch moderate Werte von 0,76 (Frankfurt) und 0,64 (München). Seit dem Hoch sind die realen Preise inflationsbereinigt um rund 20 Prozent gefallen. Während München im Ranking leicht auf Platz 13 kletterte und Frankfurt auf Rang 11 verharrte, zählen beide Städte nicht mehr zu den globalen Hotspots für spekulative Übertreibungen. UBS-Chefstratege Maximilian Kunkel spricht von einer »Stabilisierung nach der Korrektur«, getragen von steigenden Mieten, wachsenden Einkommen und anhaltender Angebotsknappheit.…

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Der Buffett-Experte David Bader-Egger von Stockanalyzer blickt auf die Karriere des Jahrhundertinvestors zurück Ein Gastbeitrag von David Bader-Egger Ich denke, die Zeit ist gekommen« – so erklärte Warren Buffett, das »Orakel von Omaha«, auf der Hauptversammlung am 3. Mai seinen Rücktritt zum Jahresende. Sein seit Jahren aufgebauter Nachfolger Greg Abel werde dann die Geschäfte der Berkshire Hathaway übernehmen. Ein solcher Schritt kam für viele überraschend, scheint aber wohl ganz im Sinne Starinvestors zu sein: Die Nachfolge ist geklärt, und der Übergang gestaltet sich kontrolliert – ganz im Sinne des Value-Investors, der stets langfristig dachte. Anlässlich seines 95. Geburtstags blicken wir…

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Der Goldkurs schwankt.  Nach dem Rekordhoch von über 3.700 US-Dollar pro Feinunze sackte der Preis am Donnerstagmorgen in London wieder ab auf rund 3.655 US-Dollar und damit etwa 22 Dollar unter Vortag. Umgerechnet kostete die Unze rund 3.080 Euro. Auslöser der Bewegung war die erste Zinssenkung der Fed in diesem Jahr: 0,25 Prozentpunkte, begleitet von Signalen, dass weitere Schritte im Jahresverlauf möglich sind. Powell, so Marktteilnehmer, betonte in der Pressekonferenz, dass der Arbeitsmarkt nicht mehr »sehr solide« sei und sprach von einer »meeting-for-meeting«-Vorgehensweise. Der Rücksetzer bei Gold wird zurückgeführt auf Gewinnmitnahmen sowie einen stärkeren US-Dollar und steigende Renditen: Wer Gold…

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Bei Nestlé trifft ein Führungsumbruch auf anhaltende Kurs-Schwäche. Nach den raschen Ablösungen von Mark Schneider (2024) und Laurent Freixe (Anfang September) führt nun Philipp Navratil den Konzern; Paul Bulcke tritt vorzeitig ab, zum 1. Oktober soll Pablo Isla den Vorsitz übernehmen. SRF spricht von einem «Giganten mit Problemen» und verweist auf die enttäuschte Anlegerschaft nach zwei CEO-Wechseln binnen eines Jahres. Reuters betont, Navratil müsse Tempo und Innovation erhöhen; als Ziele gelten höhere organische Erlöse und eine operative Marge von mindestens 16 Prozent. Parallel fordern Investoren laut Financial Times Konsequenzen aus der Governance-Turbulenz; die Nestlé-Aktie liegt seit 2022 deutlich im Minus.…

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Vor der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank steht für Sachwerte vor allem der Mix aus fallenden Realzinsen und schwächerem Dollar im Fokus. Gold kletterte am Montag auf ein Rekordhoch von rund 3.680 US-Dollar je Feinunze, gestützt von nachgebenden US-Renditen und einem weicheren Greenback. »Eine 25-Basispunkte-Senkung gilt als nahezu sicher«, berichten Terminmärkte; ein größerer Schritt bleibt die Außenseiter-Variante. Bloomberg verweist auf einen breiten Ökonomen-Konsens für eine erste Senkung seit neun Monaten und warnt zugleich: Ein zu »hawkisher« Begleitton könnte die Wette auf rasch sinkende Zinsen dämpfen – mit Gegenwind für Edelmetalle und rohstoffnahe Assets. Für den Bilanzpfad bleibt relevant, dass die Fed…

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Eine neue Welle sogenannter Krypto-Treasury-Strategien hat an den US-Kleinstwertmärkten extreme Kurssprünge ausgelöst. Am 8. September kündigte Eightco Holdings an, rund 250 Millionen US-Dollar durch eine Privatplatzierung einzunehmen, um Worldcoin-Token (WLD) als primäres Treasury-Reservevermögen zu halten (Worldcoin treasury strategy). Zusätzlich sollen Bargeld und Ethereum als sekundäre Reserven dienen. Daraufhin stieg der Aktienkurs des Unternehmens binnen Tagesfrist um rund 3.000 Prozent. Unter einer »Krypto-Treasury-Strategie« versteht man, dass ein Unternehmen einen Teil seiner Finanzreserven (die »Treasury«) nicht traditionell in Bargeld, Anleihen oder vergleichbaren Anlagen hält, sondern gezielt in Kryptowährungen. Ziel ist unter anderem, potenzielle Wertsteigerung, Inflationsschutz und Bilanzdiversifizierung. Auch QMMM profitierte von einem…

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Ein aktueller Bloomberg-Bericht beschreibt wachsendes Unbehagen unter kleinen Bankinstituten: Stablecoins wie Tether (USDT) oder USDC gelten zunehmend als Konkurrenz für klassische Zahlungswege und könnten Geschäftsbanken Mittel entziehen. Diese befürchten, dass Kunden Gelder von Einlagen auf stabile digitale Token umschichten, mit Risiken für Kreditvergabe, Liquidität und Gebührenmodelle. Parallel drängt die US-Bankenlobby auf eine Nachbesserung des jüngst verabschiedeten GENIUS Act. Das Gesetz verbietet Stablecoin-Anbietern zwar explizit, Zinsen zu zahlen, doch Banken kritisieren einen Schlupfweg: Krypto-Plattformen könnten über Partner wie Börsen oder verbundene Firmen trotzdem attraktive »Rewards« anbieten. Bankgruppen warnen laut der Financial Times, auf die sich Reuters bezieht, dass dadurch bis zu…

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Analysten von Goldman Sachs und Bank of America (BofA) favorisieren nach Berichten von Bloomberg, den Schweizer Franken gegenüber dem Japanischen Yen, da wachsende politische Unsicherheit das Vertrauen in den Yen als sicherer Hafen schwinden lässt. BofA-Stratege Shusuke Yamada empfiehlt eine Long-Position im Schweizer Franken gegen den Yen (CHF/JPY) mit einem Kursziel von 189. Sein Argument: »Angesichts des gesunden Haushaltsprofils des CHF und der steigenden Risikoprämie für USD und JPY, die traditionellen sicheren Häfen, ist eine Long-Position in CHF/JPY möglicherweise die sauberste Möglichkeit, das fiskalische Risiko des JPY auszudrücken.« Diese Einschätzung wird auch von den Goldman-Strategen geteilt. Michael Cahill sieht im…

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Die Preise für Silber und Gold haben neue Höchststände erreicht, getrieben durch Zinserwartungen und Marktunsicherheiten. Silber überschritt erstmals seit 2011 die Marke von 40 US-Dollar je Unze und legte allein am Montag um 2,1 Prozent auf 40,49 Dollar zu. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus mehr als 40 Prozent. Treiber des Anstiegs ist vor allem die weit verbreitete Annahme unter Anlegern, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer nächsten Sitzung im September erstmals seit Jahren den Leitzins senken wird. Diese Annahme wird nun zusätzlich durch die bevorstehende Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag untermauert, die als Indikator für eine konjunkturelle Abschwächung gelten.…

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