Die US-Regierung hat den nahezu fertiggestellten Offshore-Windpark Revolution Wind vor Rhode Island per Stop-Work-Order gestoppt. Ausführende Behörde ist das Innenministerium über die BOEM.
Ørsted bestätigt den Bescheid vom 22. August. Der Park ist laut Unternehmen zu rund 80 Prozent fertig, 45 von 65 Turbinen stehen bereits.
An der Börse brach die Ørsted-Aktie am Montag um durchschnittlich 17–19 Prozent ein – ein Allzeittief. Als Begründung für den Baustopp werden in US-Berichten nicht näher spezifizierte »nationale Sicherheitsbedenken« genannt. »Revolution Wind« ist ein 50/50-Joint-Venture von Ørsted und Skyborn Renewables.
Der Schritt trifft Ørsted in einer heiklen Phase: Der Konzern plant eine Kapitalerhöhung über 60 Milliarden DKK. Rhode Island und Connecticut kündigten an, gegen die Entscheidung vorzugehen und auch Ørsted prüft rechtliche Schritte.
Mitten im Bau einen fast fertigen Park zu stoppen, erhöht Projektrisiken und Finanzierungskosten, ein Warnsignal für Investoren in US-Offshore-Wind. Daher gerieten auch Wettbewerber unter Druck: Vestas und Siemens Energy gaben im europäischen Handel nach. Der Stopp reiht sich in weitere Eingriffe der Trump-Regierung gegen Offshore-Wind ein.
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