Eine Kolumne von Christoph A. Scherbaum
52,9 Milliarden Euro schütten die DAX-Konzerne 2026 aus – stabil wie im Vorjahr. Doch unter dieser Oberfläche tobt ein Machtkampf. Die einstigen Dividenden-Champions aus der Automobilbranche brechen ein, der Finanzsektor übernimmt das Kommando. Eine Zeitenwende, die zeigt: Nicht die Höhe der Rendite entscheidet, sondern ihre Qualität.
Hohe Rendite = Warnsignal
»Anleger sollten keinesfalls ausschließlich auf Dividendenrenditen achten«, warnen DekaBank-Analysten in einer Studie. Doch die Versuchung ist groß: BASF, Vonovia und Daimler Truck locken mit fünf Prozent. Was attraktiv klingt, ist oft das Gegenteil. Hohe Dividendenrenditen entstehen typischerweise durch Kurseinbrüche, weil der Markt die Zukunft skeptisch sieht. Das Paradebeispiel ist die Autoindustrie: Bei BMW, Mercedes-Benz und VW »stottert der Motor«. Ihr Anteil an der DAX-Gesamtausschüttung halbierte sich binnen zwei Jahren von 25 auf 13 Prozent. Über sieben Milliarden Euro werden 2025/2026 gestrichen.
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Beitragsbild: IMAGO / Wolfilser
