Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat ein weitreichendes Verbot erlassen, das Finanzinvestoren den Erwerb von Einfamilienhäusern untersagt. Nach Angaben des Weißen Hauses zielt die Maßnahme darauf ab, den angespannten US-Wohnungsmarkt zu entlasten und den Erwerb von Wohnimmobilien wieder stärker privaten Haushalten zu ermöglichen. Das Dekret untersagt institutionellen Investoren, einschließlich Hedgefonds, Pensionskassen und ähnlichen Finanzvehikeln, künftig Einfamilienhäuser zu kaufen, zu halten oder als Investitionsobjekte zu nutzen.
Trump begründete den Schritt damit, dass der große Kapitalzufluss institutioneller Akteure in den Wohnungsmarkt in den vergangenen Jahren zu höheren Preisen und geringerer Verfügbarkeit für Familien geführt habe. Er argumentierte, dass Immobilien ein Grundbedürfnis seien und nicht in erster Linie als rentable Anlageklasse dienen sollten. Kritiker der bisherigen Marktstruktur hatten seit langem darauf hingewiesen, dass Finanzinvestoren durch großflächige Käufe von Einfamilienhäusern die Preise in vielen Regionen in die Höhe getrieben und damit die Erschwinglichkeit für kaufwillige Familien verschlechtert hätten.
Unabhängige Marktanalysen zeigen, dass institutionelle Investoren in den letzten Jahren vermehrt Einfamilienhäuser als Mietobjekte erworben und in Portfolios überführt haben. Diese Entwicklung habe in einigen US-Metropolregionen erheblich zur Verknappung von Angebot und zur Preissteigerung beigetragen, was vor allem einkommensschwache Haushalte belastete. Studien stützen die These, dass das vermehrte Engagement institutioneller Anleger bei Wohnimmobilien einen preistreibenden Effekt entfaltet. Die Entscheidung der US-Regierung könnte daher weitreichende Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben und Preisentwicklungen in stark nachgefragten Regionen dämpfen.
SK
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