Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren der Geschichte, ist für seine ebenso witzigen wie klugen Aussprüche bekannt. Sechs davon hat Dr. Dr. Rainer Zitelmann in sein neues Buch „Die Kunst des erfolgreichen Lebens. Weisheiten aus zwei Jahrtausenden von Konfuzius bis Steve Jobs“ aufgenommen. Zitelmann kommentiert in diesem Buch über 210 Aussprüche von großen Denkern und erfolgreichen Persönlichkeiten – und zeigt, wie sich diese Weisheiten nutzen lassen, um noch erfolgreicher zu werden.
Perfektionismus ist gut, so weit er uns anspornt, wirklich unser Bestes zu geben. Er wird zum Hemmschuh, wenn er eine Ausrede dafür wird, warum wir immer wieder zaudern und zögern und keine Entscheidung treffen. Ist es nicht besser und realistischer, einfach zu akzeptieren, dass weder Sie selbst jemals perfekt für eine Entscheidung vorbereitet sind noch die äußeren Gegebenheiten für eine Entscheidung jemals perfekt sein werden? Wenn Sie auf beides warten, dann geht es Ihnen wie Buffetts Freund.
Manchmal muss man „Lehrgeld“ im Leben zahlen, aber jeder vernünftige Mensch wird versuchen, nicht zu viel Lehrgeld zu zahlen. Aus Fehlern wird man klug, das stimmt. Jedoch wird man nicht nur aus eigenen Fehlern klug, sondern auch aus den Fehlern anderer. Und das tut weniger weh.
Buffett meint, man solle das arbeiten, was einem wirklich Freude macht, was dem eigenen Talent und den eigenen Neigungen entspricht. Viele Menschen sind in einem bestimmten Job, weil sie sich im Alter von 20 Jahren einmal dafür entschieden haben oder weil ihnen damals ihre Eltern gesagt haben, das sei das Richtige für sie. Sie bleiben über Jahre und Jahrzehnte in diesem Job, obwohl sie dort weder gut verdienen noch Anerkennung bekommen. Sie träumen vielleicht manchmal davon, etwas anderes zu machen, aber es bleibt eben bei Träumen. Wie ist das bei Ihnen?
„Neid“, haben Sozialwissenschaftler herausgefunden, korreliert mit Depression, Unglücklichsein und geringem Selbstwertgefühl. Neid ist kein gutes Gefühl. Das unterscheidet ihn von manchen anderen sogenannten Todsünden. Der Neider leidet regelrecht unter dem Glück und Erfolg seiner Mitmenschen. Ihm geht es schlecht, weil es anderen gut geht und ihm geht es besser, wenn es anderen schlecht geht, denn dann empfindet der Neider Schadenfreude. Manche Menschen behaupten, es gebe auch gutartigen Neid, der die Menschen motiviert und anstachelt, sich mehr anzustrengen. Sie verwechseln Neid mit Begehren und Bewunderung. Neid ist eine zutiefst destruktive Emotion, die weniger auf die eigene Besserstellung zielt als auf die Schlechterstellung des Beneideten. Wer neidisch ist, weil sich der Nachbar einen Mercedes gekauft hat, wird diesen Neid nicht unbedingt verlieren, wenn er sich selbst auch einen kauft. Wenn der Nachbar jedoch gezwungen wird, weil er finanzielle Probleme hat, seinen Mercedes zu verkaufen oder wenn ein anderer den Mercedes des Nachbarn kaputt macht, dann verschwindet der Neid auf den Nachbarn.
Autor: Dr. Dr. Rainer Zitelmann