Es kann jeden treffen: Ein schwerer Verkehrsunfall, eine irreversible Schädigung des Körpers und der Beruf kann nicht mehr ausgeübt werden. Wer dann auf die gesetzliche Rentenversicherung angewiesen ist, muss drastische Einkommenseinbußen hinnehmen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher eine Investition in die eigene Zukunft.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) springt ein, wenn die Berufsfähigkeit zu mindestens 50% eingeschränkt ist. Die Höhe der Leistungen wird dabei individuell vom Versicherten festgelegt. Im Fall einer „reinen“ BUV kann ein 30-jähriger Arbeitnehmer beispielsweise eine Vereinbarung treffen, bei der die Versicherung bis zum 65. Lebensjahr laufen soll und ihm eine monatliche Rente von 1000 Euro garantiert. Dazu müsste er zum Beispiel 55 Euro Prämie jeden Monat zahlen. Dies klingt nach viel, ist jedoch eine sinnvolle Investition: Muss er seine Arbeit mit 45 Jahren aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung aufgeben, hat er zu diesem Zeitpunkt 9.900 Euro eingezahlt. Von der Versicherung erhält er jedoch für 20 Jahre Berufsunfähigkeit bis zum 65.Geburtstag die stattliche Summe von 240.000 Euro ausgezahlt.
Eines ist jedoch zu beachten. Wird das normale Rentenalter erreicht und die Versicherung läuft aus, gibt es kein Geld zurück. Die in diesem Fall an die Versicherung gezahlten 23.100 Euro wären unwiderruflich weg. Wer dies vermeiden will, muss die BUV mit einer Lebens- oder Rentenversicherung kombinieren. Dann wird ein Teil des Geldes zur Kapitalbildung verwendet und bei Erreichen des Rentenalters ausgezahlt.
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