Heute bietet sich die Digitaltechnik an, die es je nach Ausführung erlaubt, Türen mittels elektronisch gesteuerter Schließzylinder nicht einfach nur zu öffnen. Das was der Reisende von Hotelübernachtungen längst kennt, den Zugang zum Zimmer mittels Plastikkarte, das gibt es ebenso für Wohnhäuser oder Gewerbegebäude. Dabei genügt für die Öffnung einzelner Türen ein kleiner Chip, etwa in der Größe einer 2-Euro-Geldmünze, oder über die cloudbasierte Managementsoftware die ferngesteuerte Öffnung von Türen, wenn denn etwa auch der Chip verloren gegangen ist. Der Vorteil der Cloud-Lösung liegt auf der Hand. So kann von jedem Rechner, der einen Internetzugang besitzt, auf die Software zugegriffen werden. Eine entsprechende Verschlüsselung sorgt dafür, dass dies nicht auch Unbefugte können.
Zu den Vorteilen gehört ebenso eine integrierte Alarmfunktion. Über die Software werden alle Vorgänge an den integrierten Türen registriert. Es wird aufgezeichnet, wann mit welchem Chip eine Tür geöffnet und es kann eine Meldung erfolgen, wenn eine Tür ohne Chip geöffnet, also aufgebrochen wurde. Die einzelnen Schließzylinder können mit einer Panikfunktion ausgestattet werden, sodass sie von einer Seite nur mittels des Türdrückers immer zu öffnen sind. So ist gewährleistet, dass Fluchtwege, etwa im Brandfall, einseitig offen sind.
Der Chip, der nun den Schlüssel ersetzt, beinhaltet einen RFID-Responder, der dank einer entsprechenden Codierung nicht zu kopieren ist. Ein verlegter oder verlorener Chip ist also kein Problem und wer sich selber ausgesperrt hat, braucht keinen teuren Schlüsseldienst mehr, sondern einfach ein Smartphone, ein Laptop oder ein Tablet.
Bild: eelnosiva/depositphotos