Karatbars: Gold – wie vielfältig die Einsatzgebiete des Edelmetalls sind, erläutert Harald Seiz

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Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Olympische Goldmedaillen bestehen tatsächlich zu 92,5 Prozent aus reinem Silber. Sie wogen 2016 in Rio zwar 500 Gramm, enthielten aber nur ein Prozent Gold. „Das reiche Internationale Olympische Komitee (IOC) könnte sich wohl trotz der coronabedingten Ausfälle der diesjährigen Spiele in Tokio wohl eine größere Goldmenge für seine olympischen Helden leisten. Auf der anderen Seite ist der ideelle Wert einer olympischen Goldmedaille wahrlich nicht einmal mit Gold aufzuwiegen“, sagt einer der weltweit wichtigsten Goldexperten, Harald Seiz, CEO und Gründer der Karatbars International GmbH.

Gold ist spätestens seit den jüngsten Preissteigerungen – mit Rekordwerten in Euro – auch als Anlageobjekt wieder in aller Munde. Doch der Karatbars-Chef, der mit innovativen Goldprodukten sein Geld verdient, weiß: „Das größte Einsatzgebiet von Gold ist Schmuck – und zwar mit einem höheren Goldanteil als Olympiamedaillen.“ Etwa die Hälfte des am Markt erhältlichen Goldes landet in Ringen, Armbändern und Ketten, und davon wiederum wird allein die Hälfte in Indien und China gehandelt. Rund ein Drittel eines durchschnittlichen Jahreshandels wird von Investoren erworben, neun Prozent werden in der Industrie und Medizin verwendet, vor allem für Zahngold.

„Insgesamt ist die industrielle Anwendung aber – anders als bei anderen Edelmetallen – begrenzt“, sagt Harald Seiz. Auch wenn Gold in vielen elektronischen Geräten vorkommt, sind die jeweiligen Mengen winzig, etwa 30 Milligramm bei einem Smartphone. Gold steht aber auch für den Lebensmittelzusatzstoff E 175: Als Blattgold oder Blattgoldflocken werden so Speisen vergoldet, Süßwaren überzogen, Pralinen verziert oder Schnaps wie Danziger Goldwasser veredelt. Denn Gold ist ungiftig und reichert sich im Körper nicht an, da es unlöslich ist, und es wird wieder ausgeschieden. Blattgold wird dermaßen dünn gewalzt und geschlagen, dass man mit einem Gramm einen halben Quadratmeter Fläche überziehen kann.

Auch wenn Seiz seinen Umsatz nicht mit solch mannigfachen Anwendungen macht, ist er davon begeistert: „Die Beispiele zeigen: Die Einsatzgebiete sind äußert vielfältig. Auch wegen seiner bestechenden Eigenschaften – es leitet Strom, rostet nicht und ist extrem formbar – ist Gold aus unserem modernen Leben nicht mehr wegzudenken.“ Doch die überaus notwendigen industriellen Anwendungen bringen es auf kein großartiges Volumen. „Am Ende handelt es sich dabei vor allem um ein Wertaufbewahrungsmittel. Das gilt auch für Gold in der Form von Schmuck, der nur deswegen eine so große Bedeutung hat, weil man weiß, dass er von großem Wert ist“, bringt es Seiz auf den Punkt. Er selbst ist einer der bedeutendsten Anbieter von Goldwaren. Mit den bewährten Karatbars offeriert Seiz Goldbarren von ein bis fünf Gramm. Sein CashGold wiederum sind Kleinstbarren in den Einheiten von 0,1 Gramm, 0,2 Gramm und 0,4 Gramm, eingearbeitet in einem eigens dafür entwickelten Produkt.

 

Für jeden Erdenbürger 25 Gramm Gold
Der Großteil des heute geförderten Goldes stammt aus China, Australien, Russland, den USA und Kanada. „China ist mit 400 Tonnen jährlich das größte Herkunftsland – und interessanterweise auch der größte Markt für Schmuck, während die Zentralbanken seit Jahren massiv Gold bunkern“, berichtet Seiz. Die tiefsten Goldbergwerke der Welt befinden sich in Südafrika. Die Stollen liegen fast 4.000 Meter unter der Erdoberfläche, so dass dort ein Abbau nur bei hohen Goldpreisen wirtschaftlich ist. Aber auch fast alle europäischen Flüsse führen Spuren von Gold mit sich. Es war zuvor in Gestein eingelagert und ist durch Verwitterungsprozesse frei geworden. Dazu gehört auch das berühmte Rheingold, das sogar kommerziell in einem deutschen Kiesbergwerk gewonnen wird. Die Lagerstätten in Europa sind aber im weltweiten Maßstab unbedeutend.

Dabei wurden in der Geschichte der Menschheit laut World Gold Council gerade einmal knapp 200.000 Tonnen gefördert, zwei Drittel davon seit 1950. Ein Würfel mit je 21,70 Meter Seitenfläche aus all diesem Gold würde in einer mittelgroßen Halle Platz finden. Für jeden Weltbürger ergäben dies immerhin 25 Gramm – mit einem Gegenwert von beachtlichen 1.250 Euro. Die bekannten Reserven liegen übrigens laut World Gold Council bei „nur noch“ 54.000 Tonnen. Jedes Jahr werden davon 2.500 bis 3.000 Tonnen abgebaut, zwei Drittel davon aus Tagebauen. „Es gibt zwar noch mehr Gold und vor allem unbekannte oder schwer erschließbare Lagerstätten. Aber es zeigt, dass die Ressourcen begrenzt sind“, so Harald Seiz abschließend. Na wenn das kein weiterer Grund ist, rasch Gold zu kaufen …

 

 

Foto: Depositphotos/Oliver26